HELENA WALDMANN
BURKABONDAGE - STRATEGIEN ZUR VERMEIDUNG UNGLüCKLICH ZU SEIN -
In einer ihrer letzten Produktionen „Letters from Tentland“, hob Helena Waldmann das in Teheran herrschend Tanzverbot mittels tanzender Zelte auf und ging damit auf Welttournee. Nun wagt sie sich weiter nach Asien hinein.
Während mehrerer Aufenthalte in Kabul und Japan versuchte Helena Waldmann der virulenten Frage nach Freiheit und Mut auf den Grund zu gehen. Verblüffend ähnlich waren die Antworten japanischer und afghanischer Frauen: Freiheit muss man fesseln. Mut braucht man, um fortzufliegen. In ihrem neuen Stück „BurkaBondage“ vergleichen Tänzerinnen aus beiden Ländern auf einer Kabuki-Bühne die Fluchtbewegungen im ärmsten asiatischen Staat mit Strategien der Weltflucht im reichen Japan. In beiden Nationen spielt die mythologische Figur des Phönix, in Asien Simurgh genannnt, eine große Rolle. Sie ist bereit zur Selbstzerstörung.
Wer bei uns an Kamikaze, Harakiri und Selbstmordattentäter denkt, sieht in „BurkaBondage“ einen kulturellen Hintergrund dazu. Auf der Suche nach diesem „Vogel der Erkenntnis“ sprengt „BurkaBondage“ die Hüllen und Fesseln, in dem es die Hülle (die afghanische Burka) und Fessel (des japanischen Bodage) sehr ernst nimmt. Beides sind Träger der Kraft in einem Panoptikum der Ängste und Sehnsüchte asiatischer Frauen, die bereit sind zu einem riskanten und gefährlichen Spiel. Bei aller Erniedrigung treiben sie ihren Freiheitswillen zum Äußersten
und verleihen ihm eine politische Stimme.
BurkaBondage – Strategien zur Vermeidung unglücklich zu sein –
ist eine Produktion von
Helena Waldmann und ecotopia dance poductions
In Koproduktion mit Berliner Festspiele, Burghof Lörrach, Fabrik Potsdam, Forum Freies Theater Düsseldorf, Festival Theater in Bewegung Jena, Festival Internacional de las Artes de Castilla y Leon (E), Tafelhalle im KunstKulturQuartier Nürnberg, Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds
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