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HELENA WALDMANNREVOLVER BESORGEN
„Die Arbeit Helena Waldmanns ist ein Glücksfall fürs Theater. Die Berliner Choreografin ist eine Magierin der Bühne, die weiß, dass ein Stück nur gelingt, wenn es das Spiel mit Illusionen bedient. Und sie ist eine kritische, intelligente Instanz, die über die Mechanismen des Theaters auch gesellschaftliche, politische Konventionen hinterfragt. Sinnliches und Nachdenkliches gehen da immer zusammen.“ In ihrer neuen Produktion "revolver besorgen" erkundet sie das Vergessen als eine positiv befreiende Fähigkeit des menschlichen Gehirns - und wittert ein darin liegendes mögliches Glück. Mit der grandiosen Tänzerin Brit Rodemund ist ein groteskes, auch heiter-humorvolles Tanzstück gelungen, „das über Zwänge und die Verlockungen eines Ausbruchs daraus nachdenkt und nimmt das Ballett als Symbol für die Dressurleistung, die das Leben uns abverlangt. Brit Rodemund wird im Verlauf der 60 Minuten zu ihrem eigenen Zwilling - klassische Ballerina mit umwerfender Präsenz, dann Suchende, der alles, sogar der eigene Körper oder eine Plastiktüte, ein Wunder ist. Sie zeigt beeindruckend den Balanceakt zwischen gierig gemachten Entdeckungen und irren Abgründen. Selbst in erschütternden Momenten wahrt sie ihrer Figur die Würde, die ein Mensch zum Menschsein braucht.“ (Andrea Kachelrieß, Stuttgarter Nachrichten) Auch wenn sie weiß, dass ein Revolver den Abschied der Welt, die sie nicht mehr versteht, ermöglichen kann, lacht sie. Über das Befreiende, das im Vergessen steckt. Ist man denn wirklich für die Welt verloren, wenn sich die Erinnerung nicht den Ansprüchen der Welt fügt? |