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ecotopia dance productions: Pressestimmen Batsheva Dance Company - Three BIOGRAPHIEN
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BATSHEVA DANCE COMPANY

THREE

ZUSCHAUER IM VISIER
Zum gefeierten Abschluss der Berliner Begegnungen »60 Jahre Israel« gestaltete sich am vergangenen Wochenende das Gastspiel der Batsheva Dance Company aus Tel Aviv. Die von Martha Graham und Baroness Batsheva De Rothschild 1964 gegründete Company gilt als tanzende Kulturbotschafterin Israels. Seit 1990 unter der künstlerischen Leitung von Ohad Naharin (Jg. 1952), entwickelte sich die junge Truppe zu einem der kreativsten zeitgenössischen Tanzensembles weltweit. Das Ensemble aus israelischen und nichtisraelischen Solisten ringt um einen respektvollen Umgang von jüdischer und arabischer Kultur, bietet jungen Künstlern ein Betätigungsfeld und widmet sich mit vielfältigen Aktivitäten der Bildung eines kritischen Publikums mit unterschiedlichen Hintergründen. Tanzend erreicht es jährlich etwa 50 000 Schulkinder, Senioren, Soldaten, Immigranten, arabische Bürger. Mit zwei Kompanien und rund vierzig Tänzern tourt Batsheva jährlich mit rund 250 Vorstellungen vom Kibbutz bis in die Tanzmetropolen der Welt.

Im Berliner Festspielhaus zeigte die Senior-Company Ohad Naharins pausenlose Trilogie »Drei«, uraufgeführt 2005. Der lakonische Titel verweist auf die drei Teile der choreografischen Komposition, die sich einer narrativen Deutung zu verweigern scheinen. Die Tänzer, barfuß im jugendlichen Straßen-Outfit, stehen anfangs jeweils über die Szene verteilt und blicken starr ins Publikum. Plötzlich, wie von einem Schlag getroffen, rennen sie ab. Nur ein Mann steht verloren mit abgewinkelten Beinen im zarten Klang der Aria von Bachs »Goldberg-Variationen« in der legendären Interpretation von Glenn Gould. Diese grundieren in »Bellus« (Schön) eine Folge von kleinen Einzel- und Gruppensequenzen, die blitzartige Wechsel von zarter Schönheit in Arabesquen und Port de Bras zu deftiger Plumpheit in rasanten Sprüngen und Drehungen zelebrieren. Fünf Paare verdrehen einander in bewusster Asynchronität der Bewegungsmotive.

Schließlich liegen die Männer auf dem Rücken, während die Frauen mit geflextem Fuß stehend das Anfangsmotiv des Mannes aufgreifen. Dann trägt ein Mann einen Fernseher herein und auf dem Bildschirm kündigt Naharins sprechender Kopf das nachfolgende Stück »Humus« (Erde) mit den Worten an: »The music is of Brian Eno, she is very quiet and the costumes are the same. We will start immediately«. Wenn die Szene sich erhellt, sitzen dort neun Frauen mit Blick in die rechte Ecke. Zur leise schwebenden Minimalmusik »Neroli« bewegt sich die Gruppe wie ein Körper, die Frauen beugen langsam die Rücken, posieren und schnalzen lasziv mit der Zunge über die Lippen, formen, mit leicht vibrierenden Händen Kronen über ihren Köpfen um plötzlich, im Keil zum Publikum sitzend, mehrfach ihre Becken auf dem Boden kreisen zu lassen. Das Geräusch schafft eine lauernde Atmosphäre. Ruckartige Bewegungen wechseln mit einer Folge nur erahnbarer Posen weiblicher Erotik. Doch das aufgeklappte Becken, wie auf Gemälden von Egon Schiele, wird sofort ruckartig geschlossen. Die Frauen stürzen sich in ein Rundkreis-Marschieren, wobei der Stampfrhythmus jegliche Erotik zertritt. Neun auf dem Bauch liegende zuckende Körper. Frauen, die plötzlich hüpfen wie Zeiger der Uhr. Der Pulk rennt hochbeschleunigt am Platz und fällt in sich zusammen.

Dann kündigt Naharins sprechendes Konterfei den letzten Teil »Secus« (Schlecht) an. Vor Beginn stehen wieder alle Tänzer dem Publikum mit unbeweglichem Gesicht gegenüber. Auch der dritte Teil greift das Bewegungsmaterial der Vorangegangenen auf. Zu den Salven der Musikkompilation von Ohad Fishof erscheinen die eruptiven Sprünge und Gänge der siebzehn Performer wie energetische Entladungen, die ständig abbrechen, die zu keinem gemeinsamen Fluss führen. Ins Zentrum rückt eine durch Blacks gegliederte Begegnung von Frau und Mann der permanenter Ungleichheit.

Auch hier Menschen ohne Eigenleben, noch halten sie sich, abgewandt. Mit ausdruckslosen Gesichtern setzen sich die Akteure en face auf den Boden und fixieren lange die Zuschauer. Die Musik singt »we are sitting in a ground, in a place crowded«. Einziger emotionaler Kontrapunkt zur herrschenden Leblosigkeit ist ein überraschender Tango zweier Männer. Kurzzeitig werden beide im ausgelassenen Paartanz zu Königin und König.

Dann dominiert in Ohad Naharins Kreation jene fast unerträgliche Kälte erneut. Siebzehnfach gesteigert zelebrieren die Akteure körperliche Momente der (Selbst)- Erniedrigung, Entblößen ritualisiert Oberkörper und Geschlecht, fallen wie Tote zu Boden um im letzten Moment des Aufpralls zum Publikum zu blicken, fast unmerkliche Table-Dance-Zitate mischen sich mit Männerstrip. Eine Frau vollführt mit den Händen Schießbewegungen zum Publikum. Sie ruft »Welcome« und es formieren sich alle, um mit einladenden Armbewegungen auf den Zuschauer zuzugehen. Doch der finale Marsch des Willkommens wird ständig von einer zweiten Bewegungssequenz torpediert, die die Tänzer mit tief gebeugtem zuckendem Rücken wie springende Affen allein im fahlen Licht zurücklässt.

Das Publikum sah einen spröden Tanzabend, in dem menschliche Individualität und Beziehungsreichtum ausgeblendet wurden. Eine beängstigende Kälte schwappte von der offenen großen Bühne in den Zuschauerraum. Ohad Naharins »Drei« verweigert sich jeglicher Empathie. Eine Kreation, die um Verluste kreist und Batshevas selbstgewähltes Credo »Batsheva ist Leidenschaft, ist Gefühl, ist Bewegung.« bewusst konterkariert.
Karin Schmidt-Feister, Neues Deutschland 15.4.2008

KONTROLLIERTE VERAUSGABUNG
Ein Gastspiel Israels bekanntester Tanzcompany ist immer ein unfreiwilliges Politikum. Besonders wenn es im Rahmen der Feierlichkeiten zum 60jährigen Bestehen eines Staates stattfindet, der sein Recht auf Existenz nach wie vor mit Waffengewalt verteidigt. Schon seit Monaten ist das Internet voll mit Boykottaufrufen von Menschenrechtsorganisationen, die klarmachen, dass 60 Jahre Israel zugleich auch immer 60 Jahre palästinensischer Vertreibung, willkürlicher Grenzziehung und Unterdrückung bedeuten.
Ohad Naharin, seit fast 20 Jahren künstlerischer Leiter der Batsheva Company und weltweit gefeierter Choreograf, hat immer wieder als Privatmann die “Kriegsverbrechen” seines Staates kritisiert und sich auch künstlerisch mit dem Nahostkonflikt auseinander gesetzt. In seinem Stück “Drei”, das am Freitag die Feierlichkeiten im Haus der Berliner Festspiele beschloss, sucht man jedoch vergeblich nach deutlichen politischen Stellungnahmen. Stattdessen ist der Abend eine Feier der Individualität seiner Tänzer, eine bittersüße Hymne auf die Stärke und Verletzlichkeit des Individuums, die trotz aller Virtuosität ein wenig an die minimalistische Ausstellung nackter Menschlichkeit von Jérôme Bels “The show must go on” erinnert.
Für eindeutige politische Konnotation sorgen im Haus der Festspiele nur die Anwesenheit des israelischen Botschafters und die damit verbundene sichtbare Präsenz durchtrainierter Sicherheitsleute in makellos sitzenden Anzügen.

Das dreiteilige Programm, das moderierend durch das wiederholte Erscheinen eines Tänzers mit Monitor unter dem Arm unterbrochen wird, auf dem sein eigenes Gesicht den weiteren Verlauf des Geschehens ankündigt, ist einfachen elementaren Begriffen gewidmet.
In “Bellus” (“Schön”) lässt Naharin Bachs “Goldberg Variationen” tanzen und stellt dabei eine Spannung zwischen individuellen Gesten und der Dynamik einer Gruppe her. Das zweite Stück, “Humus” (“Erde” und zugleich das aus Kichererbsen zubereitete Lieblingsgericht vieler Israelis), präsentiert zu Ambient-Klängen von Brian Eno eine neunköpfige Frauengruppe, die sich mal im Durchexerzieren minutenlanger Yoga-Bodenpositionen gefällt und dann wieder mit herausgestreckter Zunge und verrenkter Hüfte auf beunruhigende Weise die sexistische Ikonographie des weiblichen Körpers parodiert.


Elemente beider Stücke laufen im 45minütigen “Seccus” (“Geschlecht”) zusammen, das die Individualität jedes Einzelnen der 17 Tänzer unterstreicht und sie zugleich in eine verwirrend mäandernde Form gießt, die an die Werke von William Forsythe erinnert. Kontinuierlich strömen die Akteure durch Gänge zwischen grauen Quadern am Bühnenrand auf den Tanzboden, verbinden sich zu kurzen Sequenzen, Duos, Trios und Gruppenbildern und verschwinden wieder – ohne dass ein Zentrum des Geschehens auszumachen wäre. Ebenso heterogen wie die Musik – ein pulsierender Soundmix, der von Big-Band-Klängen über Electronica bis zu den Beach Boys reicht – scheint das Stück in alle Richtungen gleichzeitig zu explodieren. Hier ein in Posen erstarrendes Mann-Frau-Duo, das immer wieder durch das plötzliche Verlöschen der Scheinwerfer unterbrochen wird, dort eine kollektive Selbstentblößung, ein militärischer Marsch zu metallischen Beats oder die Ohnmachtsgeste einer Tänzerin, die ihre leeren Hände in die Höhe reckt. Naharin und seiner Company macht es spürbar Spaß, das Publikum zu überfordern. Immer wieder tauchen Sequenzen auf, die vermutlich vielen anderen Choreografen für ein abendfüllendes Stück ausgereicht hätten – bei Batsheva sind sie nur Farbtupfer in einem bunten Feuerwerk der kontrollierten Verausgabung. Höhepunkt des Abends ist ein Pas de Deux zweier Tänzer, die sich zu homoerotisch aufgeladenen Bollywood-Klängen ineinander verschlingen, sich lieben, verletzen und zurückweisen und kurz vor der erotischen Explosion in streng choreografierte Foxtrott-Schritte verfallen.
“Drei” ist nicht nur ein mitreißender Theaterabend, dem es immer wieder gelingt, allzu expressive individuelle Gesten in ein abstraktes Ganze zu überführen, es dokumentiert auch in geradezu exemplarischer Weise Naharins Technik der “Gaga-language”, die jeden einzelnen Tänzer bei der Suche nach individuellem Ausdruck unterstützt.
Die Spannung zwischen Individuum und Gruppe, zwischen einzelner Geste und Gesamtbild, zwischen selbstironischen Humor und existenziellem Aufschrei ist es, die die Arbeit der Batsheva Company von vielen ihrer Zeitgenossen unterscheidet. Soviel geballte Menschlichkeit, Sexyness, und ständige Überforderung durch neue Eindrücke bekommt man sonst selten auf einer Bühne zu sehen. Und mehr, so scheint uns Ohad Naharin zu sagen, kann Tanz in unserer Gesellschaft leider auch nicht leisten. Doch vielleicht ist das bei allem Understatement schon viel politischer, als man zunächst glauben möchte.
Frank Weigand; tanznetz.de 12.4.2008

... So auch in "Three", in dem sich die Tanzenden zunächst zur
formbewussten Musik von Johann Sebastian Bach bewegen und dabei vor
allem die Stille zwischen den Klängen ausloten. Aus klanglichen
Zwischenräumen entfalten sich Dialoge körperlichen Lauschens, die
sich letztlich in Strudeln eines unfassbaren "Je ne sais quoi"
auflösen. Als wäre eine Art kollektive Körperintelligenz am Werk,
etabliert sich dabei immer wieder auf unerwartete Weise ein
suggestiver, sinnlicher Fluss von Bewegungen.
Die Choreographien Ohad Naharins sind von der Verbindung von
formalem, abstraktem Tanz und beseeltem Ausdruck geprägt....
Züri Tipp, 4. Mai 2006

...Das Spiel mit Gegensätzen bestimmt den ganzen Abend und findet
sich auch in der Musik wieder, zwischen deren logischem Aufbau und
suggestiver Wirkung. ...
So hat die Batsheva DAnce Company zu ihrer unverwechselbaren
Bewegungssprache gefunden: Sie ist expressiv und zuweilen ungestüm,
sehr direkt, doch gleichzeitig spielerisch.
Die Spannung zwischen der gleichförmigen Masse und dem Individuum
prägt auch die beiden anderen Teile des Abends: In "Humus" agieren
neuen Frauen wie eineinziger Organismus zu Brian Enos fast
meditativem Klangteppich. In "Sexus" tanzen alle 17 Mitglieder der
Company einzeln zu zerhacktem Beats, aus dem scheinbaren Chaos treten
sychrone Duos und Trios hervor und lösen sich wieder auf....
Neue Zürcher Zeitung, 13. Mai 2006

... Die Tänzer und Tänzerinnen entwickeln auf der Bühne mit ihren
aufeinander abgestimmten Bewegungen eine vibrierende Kraft und eine
betörende Energie. Gleichzeitig wird ihre individuelle Persönlichkeit
immer wieder ins Spiel gebracht, ...
Dabei entsteht im Raum eine knisternde Spannung, die die Company im
Lauf des Abends stetig steigert. Aus der Ruhe führt ein plötzlicher
Impuls in die Bewegung,...
Die Leistungen der Company an diesem einmaligen Tanzabend wurden vom
Publikum mit minutenlangen Standing Ovations belohnt.
Basellandschaftliche Zeitung, 15. Mai 2006

BATSHEVA DANCERS ARE FLUID, FRISKY AND, AGAINST ALL ODDS, HUMAN
You know how it is. You're driving home from a dance concert, listening to rock on the radio, and your body starts bopping to the beat. Shoulders lift, arms flail, neck stretches, foot taps. It's a waker-upper, a refresher and, best of all, a self-expresser.

Or at least, that's how it used to be. After seeing Batsheva Dance Company's show, "Three," at Yerba Buena Center for the Arts, your correspondent and once intrepid car-dancer felt utterly inadequate, physically inarticulate. Choreographer and artistic director Ohad Naharin's Israel-based crew were Fred and Ginger, Fred and Fred, Martha Graham acolytes (like Naharin himself), acrobats of God. They shrugged shoulders, retracted legs, flailed arms, stretched necks. They shimmied, did tangos and splits, made odd noises deep in their throats, poked their faces with their fingers, navigated the stage on their butts, quivered hands and extended tongues. Oh yeah, and dropped trou. A few did, anyway.

What Naharin creates for Batsheva goes way beyond obeying an impulse generated by a beat. In fact, rarely if ever did the casually clad, barefoot troupe of 17 dance on the beat of the music, which ranged from Bach to Eno to a pop collage mixed by Batsheva dancer Stefan Ferry. And though the program notes were notably unenlightening -- with a line about the three dances exploring beauty, nature and existence, and that was it -- the subject, in truth, was human-ness. Whether individually or in duets, this topic went forward most unpretentiously, if you can call such virtuosity, off-center elegance, physical daring and trust unpretentious.

The first piece threw the dancers onto their backs, legs splayed toward the audience as if to show that when they're not in motion they're just like the rest of us. Hah. One dancer struck impeccable balances, extremities a-ripple. Having finished, though, she walked flat-footed off the stage, a mere mortal again. In rhythmic chorales and in frisky circle dances, the dancers seemed as low-key and flourish-free as their clothing. The choreography was the star. The final dance provided the lone opportunity for each dancer to face the audience and do something unique, whether it was presenting his or her hands, doing something weird with the face, balancing improbably through a plie, or showing some skin.
Between the dances, a deadpan dancer toted out a video monitor and held it up so the audience could see Naharin's talking head on it, explaining what to watch for. But Naharin's cuing was unnecessary, for the dancers' understated splendor made it impossible to look away.
Janice Berman, Special to The Chronicle San Francisco October 28, 2006

THREE
Attending children's Sunday school, I was imbued with the notion Palestine was a land of milk and honey, geographically akin to the climate in California's southern San Joaquin Valley. I do know a bit about the wonders of irrigation development in Israel. Therefore, it is amazing to see Ohad Naharin's perceptioni of Israelis peopling a land of spastics, rote imitators and occasional exhibitionists in a variety of motley casual garments.

I suspect Three, premiered in Tel Aviv February,2005, a work in three parts, is a commentary about what really gones on behind the facades of youthful Israels. Commencing with a male solo of complex physical range, the passage combined the virtuosic qualities we now expect from dancers well trained in ballet and modern vocabularies. To this range Naharin added intense moments of hesitation, fingers awkwardly splayed, arms in frequently spastic positions. The musical background supplied glorious baroque orchestral music. I thought, "Oh, Israel's European heritage encountering obstacles in its expression."

Dancers began to join the soloist on the unadorned stage, delineated only by grey-hued structures with recessed areas for entrance and exit. The dancers are various sizes and shapes, their walks not particularly schooled; in profiles sway backs, short arms, breast of varying sizes were clearly revealed in spaghetti straps and tee-shirts for the women, a variety of shirts on the men. They are, to a person, flexible, energetic, ready for any demands Naharin supplied them. What was given them was more of the same in positions spaced,isolated, restrained or frenetically active. Welcome to the Me Generation, Israeli version.

Stefan Ferry created the division between sections one and two, two and three, carrying a video monitor, displaying his head speaking English in labored, exaggerated fashion. The section two music was attributed to Brian Eno. In the third section, the dancers form three groups and practice follow-the-leader, the imitation adapted to the individual's body until, suddenly, someone switched the step or movement, causing a second set of imitations, a reprise, and then a melange of everything. As anticipated after the men and women displayed the right side of their torsos, a few variations later, a young woman decided to pull down her pants, displaying her pubic hair. The men and women behind her unzipped. unbuttoned or wiggled elastic pants down to expose their own pelvic regions. The men tucked their genitals behind, however, so the audience viewed only a frontal, male version of September Morn.

The audience response was tremendous, most of them standing, applauding vociferously. After the sinuous flexibility of Cloud Gate's Wild Cursive and their take on individual and group, the style demanded of the Batsheva dancers paled by comparison. My preference obviously lies with fluttering Balinese hand gestures and Chinese martial arts stances, not Western studies on the spastic nature of contemporary civilization. If and when, however, the occasion presents itself, I would gladly see another performance by Batsheva's remarkable dancers.
Renee Renouf www.ballet.co.uk/ Nov 2006

OBSCURE MEANING - THE BATSHEVA DANCE COMPANY'S PERFORMANCE SUBTLY TAXES SPECTATORS
You walk into Ohad Naharin's dances knowing three things.

His Batsheva Dance Company, based in Tel Aviv and co-founded by Martha Graham, will look nothing like Martha Graham.

The meaning of the dance will be impenetrably obscure.
As an audience member, you'll be toyed with.

If Naharin has a signature, it's upending audience expectations. In the past that aesthetic has been both demanding and benign, from insulting the audience through spoken word and offending Orthodox politicians with his choice of costuming to grabbing willing participants for a dance turn on the concert stage.

Tuesday night at the Arlene Schnitzer Concert Hall, Naharin's audience-poking antics were a bit of both. "Three" ("Shalosh"), performed in the White Bird series without intermission, taxes the audience in subtle ways. The house lights remain on nearly throughout: The audience watches the audience watching the dance. In turn, the dancers intermittently study the audience, telling us what to watch for. Near the end they pull down their pants to moon us. Then they really reveal themselves.

"Bellus" ("Beauty"), the first section, is a dance of jagged little solos: the splays and flexed angles of marionettes, rubbery spines and stretched limbs, corkscrew twists and balances. This isn't beauty in the conventional sense. Even the most pedestrian movement looks like it's danced by wind-up dolls, and Naharin constantly interrupts the flow through stop-motion timing. But because of the score -- Glenn Gould's recording of J.S. Bach's "Goldberg Variations" -- all the awkwardness onstage looks lyrical.

Naharin ramps up the fragmentation with the introduction of a disembodied emcee -- a bored-looking man who enters from the wings carrying a television screen, on which his own image is detailing what the audience can expect next. Gradually you notice that the on-screen talking head is fractured. Every word is spliced from separate takes to form a continual shift in perspective, even as the head dispenses excruciatingly mundane facts.

The Brian Eno score for "Humus" ("Earth") is so quiet as to be nearly subliminal. That puts the focus on the dance for nine women, who veer dangerously close to looking like a phalanx of Stepford Wives. There are interesting moments here, but repetition largely dulls the eye.

"Secus" ("This"/ "Not This") makes sure the audience gets its role as voyeur. There's a lot to look at: spastic robotics, a combative face-slapping duet and a high-drama ballroom tango for two men, fast leaps, odd gestures and Naharin's choreographic calling card, a mass of solos that converge in big unison movement. You expect virtuosity from this company, and the dancers don't disappoint.

By the time the curtain creeps down, the dancers have tossed off a dizzying array of combinations (cartwheels-into-splits, moon-the-audience-while-jumping, simultaneous leg-lift/popping-mouth-with-finger, scream-while-moonwalking). Incrementally, they've also been flashing the audience, and what began as a tame showing-off of stomach ends with a revelation of pubic hair.

It's a vulnerable moment. As for what it means, Naharin seems to be holding up a mirror.

In a question-and-answer session following the performance, the audience seemed deeply interested in the ideas behind the dance. Naharin turned it around. Any larger meaning to be found is the viewer's, he said. He's simply experimenting with movement, timing, score.
Catherine Thomas The Oregonian Nov 4, 2006

BATSHEVA TECHNIQUE IS AMPLE REASON TO GO GAGA
Modern dance is modern again. Israeli choreographer and company leader Ohad Naharin has developed a millennial training system for his Batsheva Dance Company that frees dancers to move any which way with unprecedented control. He calls that system Gaga, and it's rooted in unblocking the body, releasing untapped reserves of agility and metaphysical connection.

At Royce Hall on Saturday, you gaped as if you'd never seen contemporary dance when Batsheva presented "Three" on the UCLA Live series, even though the 70-minute work often seemed as much an infomercial for Naharin's futuristic system as a conventional piece of plotless showpiece choreography.

After a company lineup in street clothes, a solo for Matan David displayed many of the new freedoms and possibilities. Any point on his body could initiate movement, and that body could also collapse into itself at any point. Complete relaxation could instantly change to extreme tension. Balance issues were in a constant process of renegotiation. And as David's dancing effortlessly grew elegant or contorted, delicate or forceful, supple or disjointed, intricate or bold — but always unpredictable — you assumed that he was some yogic phenomenon, fabulously in tune but way above the crowd.

Nope. All 10 dancers in the opening section moved that way, and by setting it to a Glenn Gould recording of music by Bach, Naharin suggested that we were looking at the culmination of a whole epoch in Western culture. Certainly Gould and the Batsheva dancers shared the same ultimate refinement of technical capabilities, the same state-of-the-art mastery, in their disciplines. And as this section (titled "Bellus") continued, Naharin introduced more wonders, including a high-speed duet for Gabriel Spitzer and Noa Zouk that provided a dazzling array of lifts and other sudden, in-and-out displacements of weight.

If "Bellus" offered a string of surprises, "Humus" used music by Brian Eno to underscore tightly structured group activities for the company women. Marching in formation — slapping their chests every five steps — or running in place at fearsome velocity or executing tiny shoulder articulations, they showed how individual bodies trained in Naharin's system could make powerful unison statements: corps effects, though nobody would mistake these Israeli valkyries for swans.

Structuralism turned whimsical in "Secus," with passages of follow-the-leader nudity for the 17 dancers along with sudden bursts of Slavic squat kicks, martial-arts maneuvers and enough unisex muscle flexing to make you assume that Naharin intended to satirize what people want from dance à la Pina Bausch. He's played that game before, adapting for dance the accusatory "Offending the Audience" by Austrian playwright Peter Handke. "Three" even featured supercilious program notes delivered via a hand-held TV monitor.

But "Secus" didn't stay satiric for long, instead exploring a number of gambits to a range of accompaniments, some merely fragments. Punctuated with blackouts, a duet for Guy Shomroni and Sharon Eyal ended in aggression, but when David and Spitzer teamed up, their fusion of folk and ballroom steps — plus wild gymnastic eruptions — not only went beyond the comprehensive amalgamation of disciplines on which Twyla Tharp founded her groundbreaking style but had a deep tenderness otherwise absent in the evening.

You don't go to a piece by Ohad Naharin anticipating thematic consistency, but you do expect that he will use one of the world's great modern dance ensembles to the fullest. "Three" trumped those expectations by reconceiving Batsheva technique, not lessening the company's justly celebrated hunger for movement but making the company's style supremely articulate.

If this particular work amounted to little more than a test drive, the sense of witnessing an advance in artistic potential was reason enough to drive the Royce Hall audience completely gaga.
Lewis Segal, Times Staff Writer Nov 6, 2006

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