BATSHEVA DANCE COMPANY
NAHARIN'S VIRUS
| VON | OHAD NAHARIN |
| TEXTE | PETER HANDKE UND GESCHICHTEN DER TäNZER |
| ORIGINALMUSIK | KARNI POSTEL, HABIB ALLA JAMAL, SHAMA KADER |
| KOSTüME | RAKEFET LEVY |
| LICHT | BAMBI |
| SOUNDDESIGN | FRANKIE LIEVAART |
| URAUFFüHRUNG | 14. MäRZ 2001, TEL AVIV |
| DAUER DER VORSTELLUNG | 75 MIN |
| ON STAGE | 16 TäNZERINNEN |
"Handke“, so der israelische Choreograf Ohad Naharin, „macht die bloße Anwesenheit des Zuschauers, sein Selbstbewusstsein und sein Zuhören zum eigentlichen Thema seines Stücks. Er glorifiziert das Publikum, aber will es nicht loben, er spricht Verachtung aus, aber will seine Zuhörer nicht beleidigen. Indem er sich dauernd widerspricht, leert er die Bühne von allen Erwartungen und widersetzt sich den Konventionen des Theaters. Er schafft eine Leere, und diese erlaubt es, das Theater neu zu erfinden.“
Eine Wand, mitten auf der Bühne, weniger Klagemauer als vielmehr eine Art Wandzeitung für unorthodoxe Mitteilungen, davor agieren die Tänzerinnen und Tänzer der zur Zeit meist beachteten zeitgenössischen Tanzcompagnie Israels. Zu den arabischen Klängen des Palästinensers Habib Alla Jamal, um dessen Mitarbeit sich Naharin trotz aller politischen Schwierigkeiten mit Erfolg bemühte, schreiben die Tänzer auf die Wand, was sie bewegt. Sie sind auf der Suche nach der Vereinigung von Kopf und Bauch. Und vielleicht denkt der Kopf anders als der Bauch fühlt. Auf der Wandtafel entsteht ein blutroter Kreidefleck, und vielleicht sollte das mit Kreide auf die Tafel geschriebene Wort „Plastilina“ eigentlich „Palästina“ heißen?
nach oben
|