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ecotopia dance productions: Biographien Gauthier Dance BIOGRAPHIEN
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GAUTHIER DANCE - RESIDENT DANCE COMPANY//THEATERHAUS STUTTGART

BIOGRAPHIEN

Gauthier Dance ist eine junge, dynamische Truppe von sechs sehr individuellen, vielseitigen Tänzern unter der Leitung des Tänzers, Choreographen und Musikers Eric Gauthier. Als Resident Dance Company des Theaterhaus Stuttgart präsentiert Gauthier Dance aktuellen zeitgenössischen Tanz auf den vier Bühnen des Hauses.

Gauthier, der als langjähriger Solist des Stuttgarter Balletts mit zahlreichen, namhaften zeitgenössischen Choreographen zusammen gearbeitet hat, konnte mit seinen ersten eigenen Choreographien Erfolge bei Kritikern und Publikum feiern. Seine Stücke zeichnen sich durch originelle Konzepte aus, die stets mit einer Prise Humor gewürzt sind. Das Gauthier Dance Repertoire besteht aus Kreationen von Gauthier sowie Stücken von internationalen Choreographen.

Die Tänzer des Ensembles, die zum Teil von renommierten Tanzkompagnien zum Theaterhaus Stuttgart gekommen sind, um mit Gauthier zu arbeiten, sind allesamt klassisch ausgebildet und bieten somit eine hervorragende technische Grundlage für die Stücke von Gauthier und Choreographen wie Paul Lightfoot und Itzik Galili. Dennoch liegt der Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit auf zeitgenössischer Bewegung, die Geschichten erzählt, Themen aufgreift und die den Zuschauer berührt.

Als erstes festes Tanzensemble am Theaterhaus Stuttgart ist Gauthier Dance eine wichtige Entwicklung in der Tanzgeschichte der Stadt Stuttgart, die bisher nur das Stuttgarter Ballett beheimatete. Das Theaterhaus Stuttgart bietet mit Gauthier Dance dem zeitgenössischen Tanz in Stuttgart ein festes Zuhause und bereichert damit die kulturelle Vielfalt dieser in der ganzen Welt als "Tanzstadt" bekannten Metropole.

Neben Vorstellungen im Theaterhaus Stuttgart unternimmt Gauthier Dance ein umfangreiches sozio-kulturelles Programm unter dem Namen Gauthier Dance Mobil. Gauthier Dance Mobil bringt den Tanz zum einen zu Kindern und Jugendlichen und zum anderen zu denjenigen Menschen, die keine Möglichkeit haben, sich an der Kunstform Tanz zu erfreuen: Menschen in Altersheimen, Demenzkranke, Menschen mit Behinderungen oder Menschen in psychischer Rehabilitation. Mit einem maßgeschneiderten Repertoire an Stücken, die auf minimal vorhandenem Raum tanzbar sind, mobilisiert Gauthier Dance den Tanz wortwörtlich und holt ihn von der Bühne des Theaters hin zu Räumlichkeiten, die bisher als "untanzbar" galten.

ecotopia dance productions: Biographien Gauthier Dance ERIC GAUTHIER
Leiter und Choreograph, Gauthier Dance

Eric Gauthier wurde in Montreal, Kanada geboren. Er begann seine Ballettausbildung bei Les Grands Ballets Canadiens in seiner Heimatstadt und besuchte im Anschluss daran die National Ballet School in Toronto, wo er neben Ballett- u. a. auch Musik- und Gesangsunterricht erhielt. 1995 machte er seinen Abschluss und wurde Eleve beim National Ballet of Canada unter der Leitung von Reid Anderson, wo er erste Bühnenerfahrung sammeln durfte.
Als Reid Anderson 1996 Intendant des Stuttgarter Balletts wurde, war Eric Gauthier der einzige Nichtsolist, den Anderson aus Kanada nach Deutschland einlud. In Stuttgart tanzte Gauthier eine Vielzahl klassischer und neo-klassischer Rollen, darunter Mercutio in John Crankos Romeo und Julia, der Joker in Crankos Jeu de Cartes, Bootface in Crankos The Lady and the Fool , Alain in Frederick Ashtons La Fille mal Gardée sowie in Stücken von George Balanchine und Kenneth MacMillan.
Es waren jedoch insbesondere seine Fähigkeiten als zeitgenössischer Tänzer, die fast jedem Choreographen, der zwischen 1996 und 2006 mit dem Stuttgarter Ballett zusammenarbeitete, sofort auffielen. Ob Erstaufführungen oder neue Kreationen, Eric Gauthier war fast immer gefragt und hat somit Stücke von einer großen Anzahl bedeutender internationaler Choreographen getanzt, u. a. von Hans van Manen, Jiri Kylian, Nacho Duato, Paul Lightfoot, Uwe Scholz und James Kudelka. Vor allem als hervorragender Interpret der Stücke von William Forsythe hat er sich einen Namen gemacht – er tanzte alle Stücke des berühmten Choreographen, die sich im aktiven Repertoire des Stuttgarter Balletts befinden. Im Jahr 2000 wurde er zum Halb-Solisten, 2002 zum Solisten des Stuttgarter Balletts ernannt.
Inspiriert hat er mehrere Choreographen und eine beachtliche Zahl von Rollen wurden für ihn kreiert. Besonders hervorzuheben ist die Zusammenarbeit mit dem jetzigen Hauschoreographen des Stuttgarter Balletts, Christian Spuck. Nachdem Gauthier in vier Uraufführungen von Spuck aufgetreten war, kreierte dieser 2003 in seinem ersten abendfüllenden Werk Lulu. Eine Monstretragödie nach der Vorlage von Frank Wedekind die Rolle des Schigolch für ihn. Es folgte im April 2005 die Hauptrolle des „Malers“ in Spucks Stück „... la peau blanche ...“. Weitere Choreographen, die sich von Gauthier für ihre Uraufführungen inspirieren ließen, sind Mauro Bigonzetti, Itzik Galili, Kevin O'Day, Marguerite Donlon, Daniela Kurz, Dominique Dumais, Nicolo Fonte, Matjash Mrozewski, Douglas Lee, Marc Spradling, James Sutherland, Pascal Touzeau und Trey McIntyre.

2001 traf Gauthier auf den Schlagzeuger Rainhardt Albrecht. Die zwei begannen zusammen Musik zu machen und gründeten die Band Royaltease. Gauthier schreibt die Musik und Texte, spielt Gitarre und ist der Sänger der Band. Diese spielte sich mit vielen Konzerten in Stuttgart und der Region an die Spitze der Stuttgarter Rock-und Popszene. 2004 wurde die erste CD Morning after Songs unter dem Namen „Eric Gauthier“ veröffentlicht. Im selben Jahr gewann Gauthier den Preis für „Best Songwriter of Baden-Württemberg“. Darüber hinaus hat Gauthier 2004 eine abendfüllende Produktion “One Week Only – Emotions in a Box“ mit Live-Musik und Film für das Staatstheater Stuttgart produziert, die so schnell ausverkauft war, dass sie in der folgenden Spielzeit wieder aufgenommen wurde.
2005 gab Gauthier sein Debut als Choreograph bei den „Jungen Choreographen“ der Stuttgarter Noverre-Gesellschaft mit Lebenszeit. Sein zweites Stück, Ballet 101, war im Mai 2006 ein großer Erfolg beim Publikum und bei der Presse. Einladungen zu mehreren Galaabenden in Deutschland und Asien folgten. 2007 gewann Ballet 101 sowohl den Kritiker- als auch den Publikumspreis beim 21. Internationalen Wettbewerb für Choreographen in Hannover. 2007 choreographierte er ebenfalls für die Noverre Gesellschaft Air Guitar, und durfte damit auch Erfolge verbuchen. Im Jahr 2007 wurde er gleich drei mal zum Besten Nachwuchschoreographen in der Kritikerumfrage der Zeitschrift BalletTanz nominiert. Im Juni 2007 verabschiedete sich Eric Gauthier nach elf erfolgreichen Spielzeiten vom Stuttgarter Ballett mit einer bewegender Abschiedsvorstellung im Opernhaus.
Im September 2007 feierte er einen „Sensationserfolg“ (BallettTanz) an der Seite von Egon Madsen in Christian Spucks Don Q., Eine nicht immer getanzte Revue über den Verlust der Wirklichkeit. Die Uraufführung fand am 6. September 2007 im Theaterhaus Stuttgart statt.
Seit Oktober 2007 leitet Eric Gauthier die neue Resident Dance Company des Theaterhaus Stuttgart: Gauthier Dance. Mit sechs sehr individuellen, vielseitigen Tänzern, präsentiert Gauthier Dance zeitgenössischen Tanz auf den vier Bühnen des Theaterhauses. Das Repertoire besteht aus Stücken von Gauthier und anderen namhaften zeitgenössischen Choreographen. Dazu bietet Gauthier Dance ein einzigartiges sozio-kulturelles Programm für diejenigen Gesellschaftsgruppen, die sonst keine Möglichkeit haben, Tanz im Theater zu erleben.


BALLETTMEISTER und TÄNZER

Renato Arismendi, Ballettmeister
Renato Arismendi wurde in Osorno, Chile geboren und erhielt seine tänzerische Ausbildung am Conservatorio de Danza Maria Elena Scheuch. Von 1980 bis 1992 tanzte er mit dem Chilenischen National Ballett sowie mit dem Ballett de Santiago am Teatro Municipal. Von 1992 bis 1996 war er Solist beim Ballett Augsburg und von 1996 bis 2001 Solist beim Balletttheater München unter der Leitung von Phillip Taylor. Von 2001 bis 2007 war er Gasttrainingsleiter für u.a. das Balletttheater München, das Ballett de Santiago in Chile, das Nationalballett Kroatiens, und das Slovenische Ballett. Von 2004 bis 2007 war er ausserdem Beleuchtungsassistent am Balletttheater München.


Anja Behrend, geboren in Rostock, erhielt ihre Tanzausbildung an der Staatlichen Ballettschule in Berlin. Von 1997 bis 2007 war sie Mitglied des Hamburger Balletts unter der Leitung von John Neumeier. In Hamburg tanzte sie das gesamte Neumeier-Repertoire darunter auch viele Solorollen sowie Stücke von George Balanchine, Tamar Ben-Ami, Mats Ek, Jiri Kylian, Natalia Makarova and Christopher Wheeldon.


Emilia Giudicelli, geboren in Frankreich, erhielt ihre Tanzausbildung am Konservatorium in Lyon, an der Ècole-Atelier Rudra Béjart in Lausanne und am Königlichen Konservatorium für Bühnentanz in Madrid. Engagements hatte sie bei Rudra Béjart, beim Ballett des Theaters Dortmund, und am Staatstheater Braunschweig wo sie u.a. Stücke von George Balanchine, Maurice Béjart, Carolyn Carlson, Nacho Duato, Martha Graham und Anthony Tudor tanzte.


Marianne Illig, geboren in Frankreich, erhielt ihre Tanzausbildung am Konservatorium in Lyon sowie an der Heinz-Bosl Stiftung in München. Von 2003 bis 2004 war sie Elevin beim Stuttgarter Ballett; von 2004 bis 2007 war sie Mitglied im Corps de Ballets des Berlin Ballet unter der Leitung von Vladimir Malakhov. In Stuttgart und Berlin tanzte sie Stücke u.a. von George Balanchine, Maurice Béjart, John Cranko, William Forsythe, Kenneth MacMillan, John Neumeier, David Parsons und Christopher Wheeldon.

Armando Braswell, geboren in New York, erhielt seine Tanzausbildung an der LaGuardia High School of the Performing Arts und an der Julliard School wo er sein Studium mit einem Bachelor of Fine Arts abschloss. In den USA tanzte er mit der SUNY Purchase Dance Corps, dem Julliard Dance Ensemble sowie dem Metropolitan Opera Ballet in Stücken von u.a. George Balanchine, Ronald K. Brown, Nacho Duato, Eliot Feld, William Forsythe, José Limon, Lin Hwai-Min, Mark Morris und Stanton Welsh. 2006 wurde er Mitglied des Ballet Theater München am Gärtnerplatz, wo er Stücke von Richard Alston, Carolyn Carlson, Anthony Rizzi und Philip Taylor tanzte.


Alexis Dupuis-Le Blanc, geboren in Kanada, erhielt seine Tanzausbildung an der École Superieur de Danse de Quebec und am Konservatorium in Lyon. Von 2002 bis 2004 tanzte er beim Ballett des Grand Theatre in Genf in Stücken von Davide Bombana, Lucinda Childs, John Neumeier und Saburo Teshigawara. Von 2004 bis 2007 tanzte er bei Les Ballets de Monte-Carlo unter der Leitung von Jean-Christophe Maillot, u.a. in Stücken von George Balanchine, Maurice Béjart, Sidi Larbi Cherkaoui, William Forsythe, Jiri Kylian und Jean-Christophe Maillot.


William Moragas geboren in Brasilien, erhielt seine Tanzausbildung in Sao Paulo, an der Staatlichen Ballettschule in Havana, Kuba sowie an der Akademie des Tanzes in Mannheim unter der Leitung von Prof. Birgit Keil. Er tanzte von 2000 bis 2002 beim Ballett der Semperoper in Dresden, von 2002-2003 am Stadttheater Koblenz, von 2003 bis 2006 beim Badischen Staatstheater in Karlsruhe und zuletzt am Stadttheater Chemnitz. Sein Repertoire umfasst ua. Werke von John Cranko, Hans van Manen, Robert North, Uwe Scholz, Christian Spuck, Glen Tetley, Jorma Uotinen, Vladimir Vasiliev, Richard Wherlock and Peter Wright.

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