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GAUTHIER DANCE // DANCE COMPANY THEATERHAUS STUTTGART
BIOGRAPHIEN
Gauthier Dance // Dance Company Theaterhaus Stuttgart ist ein junges dynamisches Ensemble von acht vielseitigen Tänzerpersönlichkeiten unter der Leitung des Choreographen, Tänzers und Musikers Eric Gauthier. Ganz dem zeitgenössischen Tanz verpflichtet, präsentiert die Company des Theaterhauses Stuttgart Werke von Gauthier und von renommierten zeitgenössischen Choreographen wie Mauro Bigonzetti, William Forsythe, Jiří Kylián, Itzik Galili, Paul Lightfoot/Sol Léon und Hans van Manen. Gauthier, der im Februar 2011 mit dem Deutschen Tanzpreis »Zukunft« 2011 für Choreographie ausgezeichnet wird, setzt in seinen Arbeiten auf originelle Ideen, Humor und hohe theatrale Wirksamkeit. Sein selbst erklärtes Ziel ist es, mit zugänglichen Stücken ein neues Publikum für den zeitgenössischen Tanz zu gewinnen. Bislang ist die Rechnung aufgegangen: Seit dem Start im Januar 2008 erfreut sich Gauthier Dance erkennbar der Gunst von Publikum und Presse – mit exzellenten Kritiken und regelmäßig ausverkauften, umjubelten Vorstellungen. Inzwischen ist die Company nicht nur zur festen Größe in der Kulturszene von Stuttgart und der Region avanciert. Mit ihrem ansprechenden Repertoire tourt sie national und weltweit. In der Spielzeit 2009/2010 wurde Gauthier Dance zu 15 Gastspielen ins In-und Ausland eingeladen, darunter München, Bonn, Luxembourg, Sofia, Linz und Houston. Darüber hinaus engagiert sich die Company mit einem umfangreichen sozio-kulturellen Programm: Gauthier Dance Mobil bringt den Tanz zu Kindern und Jugendlichen, Senioren und Menschen mit Behinderungen oder in psychischer Rehabilitation.
Eric Gauthier
künstlerischer Leiter und Choreograph, Gauthier Dance
Innerhalb von drei Jahren ist Eric Gauthier der große Sprung vom charismatischen Publikumsliebling des Stuttgarter Balletts zum international gefragten Choreographen und Künstlerischen Leiter seiner eigenen Truppe, Gauthier Dance // Dance Company Theaterhaus Stuttgart, gelungen.
Sein Debut als Choreograph gab Eric Gauthier 2005 mit Lebenszeit im Rahmen der Jungen Choreographen der Stuttgarter Noverre-Gesellschaft. Es folgte das gefeierte Ballet 101, das 2007 beim 21. Internationalen Wettbewerb für Choreographie in Hannover sowohl mit dem Kritiker- als auch mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde und inzwischen von dem „Jahrhunderttänzer“ Vladimir Malakhov am Staatsballett Berlin sowie auf internationalen Bühnen getanzt wird. Air Guitar, Eric Gauthiers getanzte Huldigung an das von ihm so geliebte Instrument, setzte die Erfolgsserie 2007 fort. Nach der dreifachen Nominierung zum Besten Nachwuchs-Choreographen in der Kritikerumfrage der Zeitschrift ballet-tanz stand dann der Entschluss zur Gründung einer eigenen Company am Theaterhaus Stuttgart fest.
Die erste Premiere von Gauthier Dance, SIX PACK, im Januar 2008 war der Auftakt für drei außerordentlich erfolgreiche Jahre. Die Company präsentiert nicht nur Werke international renommierter Choreographen wie Mauro Bigonzetti, William Forsythe, Jiří Kylián, Itzik Galili, Paul Lightfoot/Sol Léon und Hans van Manen, sondern auch Gauthiers eigene hochgelobte Stücke, darunter M.M. (2009) und Orchestra of Wolves (2009). Es sind diese beiden Produktionen, für die Eric Gauthier im Februar 2011 mit dem Deutschen Tanzpreis »Zukunft« 2011 für Choreographie ausgezeichnet wird. Eine Ehrung, die umso mehr Gewicht hat, als sie – im Gegensatz zu den jährlichen Preisen für Tänzerinnen und Tänzer – nur in unregelmäßigen Abständen verliehen wird, zuletzt konkret 2007. Darüber hinaus hat Eric Gauthier Gastchoreographien für das Staatsballett Berlin, das Ballett des Saarländischen Staatstheaters Saarbrücken und das Scapino Ballet Rotterdam entwickelt und ist als Tänzer und Choreograph auf internationalen Galas von Dortmund bis München und zwischen Houston, Madrid und Seoul gefragt. Seine Choreographien zeichnen sich durch originelle Ideen, Humor und Zugänglichkeit aus und begeistern so ein neues Publikum und junge Menschen für den zeitgenössischen Tanz.
Kein Wunder also, dass die Theaterhaus-Company in kürzester Zeit zur festen Größe in der deutschen Tanzszene avancierte und sich als ausgesprochener Shootingstar gleichzeitig international etablieren konnte. Einen echten Volltreffer landete Gauthier Dance im Sommer 2010 mit der Uraufführung ihres ersten abendfüllenden Tanzstücks, Christian Spucks POPPEA//POPPEA, das von der britischen Fachzeitschrift Dance Europe unter den 10 weltweiten Top-Produktionen der Saison 2009/10 geführt wurde. Überhaupt beschreitet die Company gerne Neuland: Teil des ansonsten live getanzten Ballettabends Out of the Box II war die Filmpremiere der ersten komplett in 3D aufgezeichneten Choreographie in Deutschland sein – Gauthiers Threesome (2010) in der Regie von Niko Vialkowitsch (Uraufführung 18. Dezember 2010).
Bei allem Erfolg gerät soziales Engagement nie zur Nebensache, sondern ist für Eric Gauthier immer Herzensangelegenheit: Mit Gauthier Dance Mobil geht das Ensemble mit einem maßgeschneiderten Repertoire in Schulen, Krankenhäuser oder Altersheime und bringt den Tanz zu jenen Menschen, die nicht selbst ins Theater kommen können. Ein Konzept, das bisher bundesweit einzigartig ist.
Die Zeit vor Gauthier Dance // Dance Company Theaterhaus Stuttgart
Geboren wurde Eric Gauthier in Montreal (Kanada) als Sohn eines Neurologen, der auf dem Gebiet Demenz forscht. Er begann seine Ballettausbildung bei Les Grands Ballets Canadiens in seiner Heimatstadt und besuchte im Anschluss die National Ballet School in Toronto, wo er neben Ballett- auch Musik- und Gesangsunterricht erhielt. 1995 machte er seinen Abschluss und wurde Eleve beim National Ballet of Canada unter der Leitung von Reid Anderson, wo er erste Bühnenerfahrung sammeln durfte. Als Reid Anderson 1996 Intendant des Stuttgarter Balletts wurde, war Eric Gauthier der einzige Nichtsolist, den Anderson aus Kanada nach Deutschland einlud. In Stuttgart tanzte Gauthier eine Vielzahl klassischer und neo-klassischer Rollen, darunter Mercutio in John Crankos Romeo und Julia, den Joker in Crankos Jeu de Cartes, Bootface in Crankos The Lady and the Fool, Alain in Frederick Ashtons La fille mal gardée sowie in Stücken von George Balanchine und Kenneth MacMillan. Es waren jedoch insbesondere seine Fähigkeiten als zeitgenössischer Tänzer, die fast jedem Choreographen, der zwischen 1996 und 2006 mit dem Stuttgarter Ballett arbeitete, sofort auffielen. Ob Erstaufführungen oder neue Kreationen – Eric Gauthier war fast immer gefragt und tanzte Stücke von zahlreichen bedeutenden Choreographen, darunter Hans van Manen, John Neumeier, Jiří Kylián, Nacho Duato, Paul Lightfoot, Uwe Scholz und James Kudelka. Vor allem als Interpret der Stücke von William Forsythe hat er sich einen Namen gemacht – er tanzte alle Stücke des berühmten Choreographen, die sich im aktiven Repertoire des Stuttgarter Balletts befinden. Im Jahr 2000 wurde er zum Halb-Solisten, 2002 zum Solisten des Stuttgarter Balletts ernannt. Eine beachtliche Zahl von Rollen wurde eigens für ihn kreiert. Besonders hervorzuheben ist die Zusammenarbeit mit dem Hauschoreographen des Stuttgarter Balletts und designierten Ballettchef in Zürich, Christian Spuck. Nachdem Gauthier in vier Uraufführungen von Spuck aufgetreten war, schuf dieser 2003 in seinem ersten abendfüllenden Werk Lulu. Eine Monstretragödie nach Frank Wedekind die Rolle des Schigolch für ihn. Es folgte im April 2005 die Hauptrolle des Malers in Spucks Stück „... la peau blanche ...“. Weitere Choreographen, die sich von Gauthier für ihre Uraufführungen inspirieren ließen, sind Mauro Bigonzetti, Itzik Galili, Kevin O'Day, Marguerite Donlon, Daniela Kurz, Dominique Dumais, Nicolo Fonte, Matjash Mrozewski, Douglas Lee, Marc Spradling, James Sutherland, Pascal Touzeau und Trey McIntyre.
Parallel zu seiner Karriere als Tänzer, gründete Eric Gauthier 2001 eine Band, für die er die Musik und Texte schreibt, Gitarre spielt und singt. Mit vielen Konzerten in Stuttgart und der Region spielte sich Royal Tease an die Spitze der Stuttgarter Rock-und Popszene. 2004 wurde die erste CD Morning after Songs veröffentlicht. Im selben Jahr gewann Gauthier den Preis für „Best Songwriter of Baden-Württemberg“. 2007 erschien die CD Weak too Strong too Weak.
BALLETTMEISTER und TÄNZER
Renato Arismendi, Ballettmeister
Renato Arismendi wurde in Osorno, Chile geboren und erhielt seine tänzerische Ausbildung am Conservatorio de Danza Maria Elena Scheuch. Von 1980 bis 1992 tanzte er mit dem Chilenischen National Ballett sowie mit dem Ballet de Santiago am Teatro Municipal. Von 1992 bis 1996 war er Solist beim Ballett Augsburg und von 1996 bis 2001 Solist beim Balletttheater München unter der Leitung von Philip Taylor. Von 2001 bis 2007 war er Gasttrainingsleiter für u.a. das Balletttheater München, das Ballet de Santiago in Chile, das Nationalballett Kroatiens und das Slowenische Ballett. Von 2004 bis 2007 war er ausserdem Beleuchtungsassistent am Balletttheater München.
Maria Deller-Takemura, geboren in Japan, erhielt ihre Ausbildung an der Royal Ballet School, wo sie schon Choreographien von Frederick Ashton und Kenneth MacMillan tanzte, sowie an der Central School of Ballet. Anschliessend tanzte sie im Northern Ballet Theatre und beim Hong Kong Ballet. 2004 bis 2006 tanzte sie am Badischen Staatstheater in Karlsruhe in Choreographien von Sir Peter Wright, Hans van Manen und Davide Bombana. Von 2006 bis 2009 tanzte sie beim Ballett des Aalto Theaters in Essen, u.a. in Stücken von Christian Spuck und Stephan Thoss. Seit August 2009 ist sie Mitglied von Gauthier Dance.
Anna Süheyla Harms ,gebürtige Australierin, wurde an der Maryke Dance Academy, an der Victorian College of the Arts Secondary School (VCASS) in Melbourne sowie an der Ecole-Atelier Rudra-Béjart in Lausanne in so vielseitigen Tanzformen wie Ballett, modernem Tanz, Improvisation, Stepptanz, Jazz und ethnischen Tänzen ausgebildet. In den Choreographien Maurice Béjarts tourte sie mit dem Béjart Ballet Lausanne und der École-atelier RUDRA durch ganz Europa. Seit 2008 am Ballett Chemnitz engagiert, tanzte sie unter der Direktion von Lode Devos – mehrfach solistisch - in dessen Choreographien sowie in Stücken von Jochen Ulrich und Annabelle Lopez Ochoa. Daneben schreibt Anna Süheyla Harms Songs, sie singt und choreographiert für unterschiedliche Performances. Seit März 2011 ist sie Mitglied der Dance Company des Theaterhaus Stuttgart.
Marianne Illig, geboren in Frankreich, erhielt ihre Tanzausbildung am Konservatorium in Lyon sowie an der Heinz-Bosl Stiftung in München. Von 2003 bis 2004 war sie Elevin beim Stuttgarter Ballett; von 2004 bis 2007 war sie Mitglied im Corps de Ballet des Berlin Ballet unter der Leitung von Vladimir Malakhov. In Stuttgart und Berlin tanzte sie Stücken u.a. von George Balanchine, Maurice Béjart, John Cranko, William Forsythe, Kenneth MacMillan, John Neumeier, David Parsons und Christopher Wheeldon.
Isabelle Pollet-Villard, geboren in Frankreich, erhielt ihre Ausbildung am Conservatoire de Bordeaux, der Ecole Rosella Hightower in Cannes und an der Ballettakademie in Köln. Von 1994 bis 1998 tanzte sie am Staatstheater in Wiesbaden, von 1998 bis 2004 beim Zürcher Ballett unter Heinz Spoerli. 2004 bis 2009 war sie Mitglied des Bayerischen Staatsballetts, wo sie u.a. Stücke von John Cranko, George Balanchine, John Neumeier, Jiří Kylián, William Forsythe, Lucinda Childs und Jacopo Godani tanzte. Seit August 2009 ist sie Mitglied von Gauthier Dance.
Garazi Perez Oloriz, geboren in Spanien, erhielt ihre Ausbildung an den Theaterhochschulen von Pamplona und Barcelona. 2007 bis 2009 tanzte sie beim Dantzaz Konpainia in San Sebastian u.a. Stücke von Christophe Garcia, Itzik Galili, Hilde Koch und Thierry Malandain tanzte. Mit Beginn der Spielzeit 2009-10 wurde sie Mitglied von Gauthier Dance.
Anneleen Dedroog, geboren in Belgien, begann ihre Tanzausbildung an der Balletschool Marijke Clijsters und entschied sich 2003 für das Studium an der Koninklijke Balletschool Antwerpen. Von dort wurde sie im Jahr 2009 an die Dantzaz Konpainia, die junge Company mit zeitgenössischem Profil im spanischen San Sebastián, engagiert. Sie tanzte Werke von Sophie Antoine, Itzik Galili, Eric Gauthier, Hilde Koch, Jone San Martin, Kudo Satoshi und Lukas Timulak, fiel Eric Gautier bei einer Gala ins Auge – und wurde so im Oktober 2011 Mitglied der Tanzcompany des Theaterhaus Stuttgart.
Armando Braswell, geboren in New York, erhielt seine Tanzausbildung an der LaGuardia High School of the Performing Arts und an der Julliard School, wo er sein Studium mit einem Bachelor of Fine Arts abschloss. In den USA tanzte er mit der SUNY Purchase Dance Corps, dem Julliard Dance Ensemble sowie dem Metropolitan Opera Ballet in Stücken von u.a. George Balanchine, Ronald K. Brown, Nacho Duato, Eliot Feld, William Forsythe, José Limon, Lin Hwai-Min, Mark Morris und Stanton Welsh. 2006 wurde er Mitglied des Balletttheaters München am Gärtnerplatz, wo er Stücke von Richard Alston, Carolyn Carlson, Anthony Rizzi und Philip Taylor tanzte.
William Moragas geboren in Brasilien, erhielt seine Tanzausbildung in Sao Paulo, an der Staatlichen Ballettschule in Havanna, Kuba sowie an der Akademie des Tanzes in Mannheim unter der Leitung von Prof. Birgit Keil. Er tanzte von 2000 bis 2002 beim Ballett der Semperoper in Dresden, von 2002-2003 am Stadttheater Koblenz, von 2003 bis 2006 beim Badischen Staatstheater in Karlsruhe und zuletzt am Stadttheater Chemnitz. Sein Repertoire umfasst ua. Werke von John Cranko, Hans van Manen, Robert North, Uwe Scholz, Christian Spuck, Glen Tetley, Jorma Uotinen, Vladimir Vasiliev, Richard Wherlock and Peter Wright. 2007 kam William Moragas zu Gauthier Dance
Rosario Guerra, geboren in Neapel, erhielt seine Ausbildung in klassischem und zeitgenössischem Tanz als Stipendiat der Scuola del Balletto di Toscana in Florenz. Von dort wurde er 2007 direkt ans Junior Balletto di Toscana engagiert und tanzte in Choreographien von Mauro Bigonzetti, Eugenio Scilgliano, Michele Merola, Fabrizio Monteverde, Arianna Benedetti und Cristina Rizzo. Von 2009 bis 2010 war er Solist beim Balletto Teatro di Torino unter der Leitung von Loredana Furno. Gastspiele brachten den Italiener in Choreographien von Matteo Levaggi bis nach New York. Seit 2010 tanzt er nun in der Gauthier Dance Company und nennt diesen Start „ein neues Leben“.
Florian Lochner absolvierte sein Studium als Stipendiat der Tanzstiftung Birgit Keil an der Akademie des Tanzes Mannheim und bestand die Gauthier Dance Audition, noch bevor er seine Ausbildung im Sommer 2011 mit dem Master of Arts abschloss. Bühnenerfahrung sammelte Florian in Choreographien von Philip Taylor, Eric Gauthier, Youri Vámos und Christopher Wheeldon und erweiterte sein zeitgenössisches Repertoire an der Alvin Ailey School in New York City sowie beim Holland Dance Festival in Den Haag.
Leandër Veizi erhielt seine Ausbildung an der Nationalen Ballettakademie in Tirana, Albanien und wurde direkt an das dortige Opernhaus engagiert, wo er bereits in der ersten Spielzeit als Solist debütierte. 2007 wechselte Leandër als Stipendiat an die Scuola del Balletto di Toscana und tanzte für das Junior Balletto di Toscana in Choreographien von Mauro Bigonzetti, Fabrizio Monteverde, Cristina Rizzo sowie Eugenio Scigliano & Arianna Benedetti. Nach kurzem Aufenthalt am Ballett des Theater Vorpommern in Greifswald entdeckte Eric Gauthier ihn 2011 für Gauthier Dance//Dance Company Theaterhaus Stuttgart.
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