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ecotopia dance productions: Repertoire Gauthier Dance - M.M. & MORE
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GAUTHIER DANCE

M.M. & MORE

Am 18. November 2009 um 20:00 Uhr wird der neueste Gauthier Dance Abend M.M. & MORE im Grand Théâtre de Luxembourg Premiere feiern. Der Abend besteht aus fünf Stücken, darunter zwei Uraufführungen von Eric Gauthier – M.M. und Orchestra of Wolves – sowie der Uraufführung Weird Fishes von dem italienischen Choreographen Francesco Nappa. Gezeigt werden außerdem das Solo Les Bourgeois von Ben van Cauwenbergh und der Pas de Deux Quilt von Gauthier. Die Deutsche Erstaufführung von M.M. & MORE findet am 3. Dezember 2009 im Theaterhaus Stuttgart statt.

Mit M.M. kreiert der Choreograph und Leiter und von Gauthier Dance Eric Gauthier eine Hommage an den berühmten französischen Pantomimen Marcel Marceau (1923-2007). Das Stück ist gleichzeitig eine Hommage an den renommierten dänischen Tänzer Egon Madsen, der Marceau verkörpern wird. Marceau, der vor allem mit seiner Figur Bip – einem tragikomischen Clown – weltweit Menschen für die "Kunst der Stille" begeisterte und Madsen, einer der wenigen Balletttänzer, der sowohl den romantisch-tragischen Helden als auch den urkomischen Clown darzustellen vermag, sind aus Gauthiers Sicht verwandt im Geiste und somit füreinander prädestiniert: "Marcel Marceau und Egon Madsen sind zwei große Bühnenpersönlichkeiten mit der erhabenen Gabe, ein Publikum gleichzeitig zum Lachen und zum Weinen bringen zu können. Ich kann mir keinen anderen Tänzer vorstellen, der so geeignet ist, Marceau zu verkörpern wie Egon Madsen."

Gauthiers neues Stück basiert auf verschiedenen Episoden im Leben Marceaus; die Musik stammt von Marceaus Lieblingskomponisten J.S. Bach und W.A. Mozart. Das Bühnenbild – ein riesiges Buch, dessen blätternde Seiten aus dem Leben Marceaus erzählen– sowie die Kostüme stammen von Gudrun Schretzmeier. Das Stück bezieht auch die Tänzer von Gauthier Dance ein, die wichtige Persönlichkeiten in Marceaus Leben portraitieren.



Gauthier, der Madsen als Bühnenpartner in der Produktion Don Q, Eine nicht immer getanzte Revue über den Verlust der Wirklichkeit (von Christian Spuck) intensiv kennen lernen durfte, setzt auf die pantomimischen Fähigkeiten des Dänen. Als blutjunger Tänzer erhielt Madsen einer seiner ersten Engagements am Tivoli-Pantomimentheater in Kopenhagen und sammelte hier Erfahrung, die er im Laufe seiner Tanzkarriere immer wieder einsetzen konnte. John Cranko ließ sich von Madsens komischer Seite genauso inspirieren wie von seiner romantischen und kreierte Rollen für Madsen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: u. a. der Geck Gremio in Der Widerspenstigen Zähmung sowie der melancholischer Prinz Siegfried in Schwanensee. Vor allem Madsens komödiantische Fähigkeiten machten ihn zu einem der vielseitigsten Tänzer seiner Generation, weshalb Jiri Kylian Madsen einlud, Mitglied des Nederlands Dans Theater III (eine Truppe von Tänzern "zwischen 40 und dem Tod", so Kylian) zu werden – 20 Jahre, nachdem Madsen die Bühne verlassen hatte. Somit steht Madsen seit 1999 – zum Vergnügen seines Publikums – wieder auf der Bühne. Mit Don Q reist er mit Eric Gauthier seit September 2007 um die Welt, mit Vorstellungen in Korea, Spanien, Italien, Österreich, Luxembourg und Deutschland.

Für Weird Fishes liess sich der Choreograph Francesco Nappa von den Gauthier Dance Tänzern zu einer neuen Arbeit inspirieren. Nappa, ehemaliger Tänzer des Nederlands Dans Theater, Les Ballets de Monte Carlo und dem Königlich Dänischen Ballett, studierte 2008 Jiri Kyliáns Double You für Gauthier Dance ein und lernte dabei die Truppe kennen. Auf Einladung von Eric Gauthier steuert er nun ein Pas de Deux zur Musik der Britischen Band Radiohead für diese neue Produktion bei.

Mit Orchestra of Wolves setzt sich Eric Gauthier, bekannt für äußerst originelle und effektvoll in Tanz umgesetzte Ideen, mit dem Kopfsatz von Ludwig van Beethovens fünfter Symphonie auseinander: ein verzweifelter Dirigent versucht sein rebellisches Orchester zu bändigen. Das Publikum darf darüber gespannt sein, wer dieses Machtspiel letztendlich gewinnt und welche Bilder diese berühmte Musik bei Gauthier hervorruft.

Gauthiers Quilt wurde durch einen Besuch der Ausstellung "Bosna Quilt Werkstatt" inspiriert. Die Bosna Quilt Werkstatt entstand 1993 im Caritas Flüchtlingsheim Galina im Vorarlberg, wo bosnische Frauen Decken nach Entwürfen der Malerin Lucia Feinig-Hiesinger als Erwerbsmöglichkeit aber auch als Beschäftigung gegen das Trauma von Krieg und Flucht steppten. Seit 1998 befindet sich die Bosna Quilt Werkstatt in der bosnischen Enklave Goradze an der Drina. Für dieses bewegende Pas de Deux wählte Eric Gauthier Musik des in Sarajevo geborenen Musikers und Komponisten Goran Bregovic.

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