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ecotopia dance productions: Repertoire Danza Contemporánea de Cuba - Matria Etnocentra
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DANZA CONTEMPORáNEA DE CUBA

MATRIA ETNOCENTRA

CHOREOGRAPHIEGEORGE CéSPEDES
MUSIKNACIONAL ELECTRóNICA
LICHTARIEL CAPOTE GRANADO
CHOREOGRAPHIE ASSISTENTYOERLIS BRUNET
URAUFFüHRUNGOKTOBER 2014, TEATRO MELLA, HAVANNA
DAUER DER VORSTELLUNG38 MIN
ON STAGE24 TäNZER/TäNZERINNEN

Marschieren ist das zentrale Element dieser Choreografie, in geschmeidiger Präzision exekutieren die Bataillone ihre starren Linien. Mit unbewegter Mimik absolvieren sie ihre martialische Arithmetik, die sich dann in kurzen, weit ausholenden Solos aus ihrem Korsett befreit. Obwohl stets zwei unbewegliche Wächter wie Statuen dabeistehen, steigern sich die individuellen Ausbrüche, werden immer länger und multiplizieren sich, bis sie schließlich erneut in eine Matrix übergehen, eine völlig symmetrische Gruppe.
Sehen wir eine Parade, die Aufstellungen sozialistischer Masseninszenierungen oder einen Demonstrationszug, der aus einzelnen Individuen entsteht? Das Wort »Matria« entstand als Neuschöpfung der feministischen Literatur im Gegensatz zu »Patria«, Vaterland; das Stück gehört zu einer Trilogie des Choreografen, die nach der »Cubanidad«, dem innersten We- sen seiner sich so stark verändernden Heimat Kuba forscht.


Der Kubaner wurde 1979 in Holguin geboren, er studierte an der Nationalen Ballettschule seines Heimatlandes klassischen, modernen und zeitgenössischen Tanz. Direkt nach dem Abschluss kam er zu Danza Contemporánea de Cuba und tanzt dort seitdem in den Werken zahlreicher moderner Choreografen, von Jan Linkens über Samir Akika bis zu Carlos Acosta.
Er begann 1997 mit eigenen Choreografien, die er für Danza Contemporánea, das Ballet Nacional de Cuba und die Nationale Ballettschule kreierte. Heute gilt er als einer der führenden zeitgenössischen Choreografen Kubas, vor Kurzem hat er seine eigene Kompanie mit dem schönen Namen »Los hijos del director« (»Die Kinder des Direktors«) gegründet.
Céspedes gewann zahlreiche Preise in seinem Heimatland, 2010 wurde ihm beim Choreografen-Wettbewerb in Hannover der Publikumspreis für »La Ecuacion« verliehen, im selben Jahr war er mit »Mambo 3XX1« in London für einen Olivier Award nominiert. Er sagt von sich selbst, dass er »obsessiv, geradezu zwanghaft« davon besessen ist, Choreografien auf die Bühne zu bringen.

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