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ecotopia dance productions: Biographien Compagnia Aterballetto
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COMPAGNIA ATERBALLETTO - FONDAZIONE NAZIONALE DELLA DANZA

BIOGRAPHIEN

FONDAZIONE NAZIONALE DELLA DANZA
COMPAGNIA ATERBALLETTO


Im Rahmen des italienischen Tanzpanoramas zählt ATERBALLETTO zu den wenigen Ensembles, die Tanz sowohl produzieren als auch fördern. ATERBALLETTO ist Italiens erste fest etablierte Tanzkompanie, der es gelungen ist, sich außerhalb der Opernhäuser zu behaupten.

Von 1997 bis 2007 hat Mauro Bigonzetti die künstlerische Leitung von Aterballetto inne.
Eben in diesem Ensemble entwickelte er, von 1982 bis 1993, seine Karriere als Tänzer und Choreograph, die ihn bereits nach wenigen Jahren zu einem gefragten Gastchoreographen bei renommierten, internationalen Tanzensembles machte. 2008 wird Mauro Bigonzetti zum Hauschoreographen und Cristina Bozzolini zur künstlerischen Leiterin ernannt.

Das heutige Repertoire von ATERBALLETTO besteht aus Choreographien von Mauro Bigonzetti, Michele Abbondanza & Antonella Bertoni, Itzik Galili und jungen europäischen Choreographen, aber auch aus Balletten von William Forsythe und Jiri Kylian.

1991 wurde ATERBALLETTO die Kompanie des regionalen geförderten Centro Regionale della Danza, ein eingetragener Verein, gegründet von der Stadt Reggio Emilia, der Region Emilia Romagna und A.T.E.R. ( A-ssociazione T-eatri E-milia R-omagna/ Verein der Theater der Emilia Romagna). Seine Produktionstätigkeit fand unter dem Label ATERBALLETTO statt. Mit dem Anspruch, alle Bereiche der Tanzwelt global zu erfassen und in ihnen zu agieren, vereinte das Centro sehr unterschiedliche Funktionen und Aufgabenbereiche: Produktion, Gastspiele, Ausbildung, Förderung, Studium und Forschung. Im Jahr 2001 wird aus dem Centro Regionale das Centro della Danza und 2003 die Fondazione Nazionale della Danza.

Die Stiftung bietet herausragende Projekte auf regionaler und nationaler Ebene, die sie einzigartig in Italien macht. Dazu gehören das professionelle Training für junge Tänzer, Balletaufführungen und verschiedene Projekte, die das öffentliche Interesse und das Bewußtsein für den Tanz wecken.

Im Jahre 1979 gegründet, baute die Kompanie unter der Leitung von Amedeo Amodio bis 1996, in fast 20-jähriger Tätigkeit, ein reichhaltiges Repertoire auf, das zum Einen zahlreiche Ballette enthielt, die seinerzeit speziell für die Kompanie geschaffen wurden, von Choreographen wie Glen Tetley, Alvin Ailey, Lucinda Childs. Zum Andern konnte sich das Ensemble der Aufführungsrechte bedeutender Choreographien rühmen, die fest zum Repertoire des Balletts des Zwanzigsten Jahrhundert zählen, sprich Arbeiten von George Balanchine, Antony Tudor, Kenneth Mc Millan, José Limon, Hans Van Manen, Leonide Massine, David Parsons und Maurice Bèjart.

Die intensive Zusammenarbeit mit einer ganzen Reihe von international anerkannten Choreographen, Komponisten, Bühnenbildnern und Künstlern trug, im Lauf der Jahre, entscheidend dazu bei, die Qualität der Kompanie voranzutreiben und zu festigen. Aterballetto besteht überwiegend aus Solotänzern auf technischem Spitzenniveau, die anspruchsvollsten Rollen und die verschiedensten Tanzstile beherrschen. Aterballetto genießt große nationale und internationale Anerkennung.

Seit ihren Anfängen besteht die Kompanie überwiegend aus Solotänzern mit technischem Spitzenniveau und seit ihren Anfängen gelingt es ihr, sich in den verschiedensten Stilrichtungen zu behaupten und internationale Anerkennung zu erhalten: Tourneen in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Asien.

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Cristina Bozzolini

künstlerische Leitung
geboren 1943 in Florenz, erhielt schon in ganz jungen Jahren Ballettunterricht und war Schülerin der angesehenen holländischen Lehrerin Daria Collin, aus deren Schule die erste qualifizierte Generation professioneller Tänzer in Florenz hervorging. In den 60er Jahren vervollkommnete sie ihre Ausbildung am Studio Wacker in Paris und am Centre de danse international in Cannes. Bereits mit 16 Jahren erhielt sie Engagements an den großen Bühnen Italiens und trat schließlich in die Ballettcompagnie des Maggio Musicale Fiorentino ein, wo sie von Anfang an Solopartien übernahm. 1971 erhielt sie dort eine feste Anstellung als Primaballerina.
Seit Mitte der 70er Jahre verband sie eine lange und intensive künstlerische Zusammenarbeit mit Eugène Polyakov, dem damaligen Leiter der Ballettcompagnie.
Schon 1970 war sie im Rahmen des Festival di Spoleto zu den berühmten, von Alberto Testa organisierten ›Galas‹ des Teatrino delle Sei eingeladen worden und hatte den Premio Positano für Tanz erhalten.
Im Lauf ihrer Karriere als Primaballerina interpretierte sie an der Seite so berühmter Partner wie Nureyev, Barishnikov, Godunov, Bortoluzzi, Vassiliev, Russillo und Amodio die großen Rollen des klassischen und modernen Repertoires.
Cristina Bozzolini engagierte sich aber stets auch intensiv in der Kulturpolitik ihrer Heimatstadt. 1970 gründete sie zusammen mit hochqualifizierten Florentiner Kulturschaffenden das Centro Studi Danza (heute Scuola di Balletto di Toscana). Dabei setzte sie sich nachdrücklich für eine Erneuerung der Tanzausbildung und eine Neubewertung von deren gesellschaftlichem und kulturellem Stellenwert ein.
1975 gründete sie das Collettivo Danza Contemporanea di Firenze und vermochte Quantität wie Qualität der Produktionen dieses Ensembles in zehnjähriger Arbeit auf ein beachtlich hohes Niveau zu führen. Ermöglicht wurde dies auch durch die Beteiligung einer herausragenden Gruppe von Kollegen aus der Ballettcompagnie des Maggio Musicale Fiorentino und durch die engagierte Mitarbeit Riccardo Donninis, mit dem Cristina Bozzolini beruflich wie privat eine Partnerschaft verbindet.
1983, im Alter von 40 Jahren, verließ sie das Teatro Comunale di Firenze und widmete sich intensiver dem Unterricht und der Choreographie.
Nach zehn Jahren wichtiger Erfahrungen mit dem Kollektiv gründete sie, unterstützt durch die Kulturabteilungen der Region Toscana und der Stadt Florenz, 1985 das Balletto di Toscana, dessen künstlerische Leitung sie durchgängig innehatte.
Der unmittelbare und stetig wachsende Erfolg dieser neuen Formation brachte Cristina Bozzolini zahlreiche Auszeichungen ein: Im Mai 1987 erhielt sie den Premio Tersicore der Accademia Internazionale delle Muse, außerdem erneut den Premio Positano per la Danza sowie 1989 und 1993 den Premio Danza & Danza, den die gleichnamige Fachzeitschrift auf den Vorschlag maßgeblicher italienischer Tanzkritiker vergibt.
Schon in der kurzen Zeit, in der das BdT bestand – von 1985 bis Ende 2000 –, hat Cristina Bozzolini hier einen Organismus von Tanzsolisten geschaffen, die höchstes technisches Niveau mit enormer Ausdrucksfähigkeit verbanden; zum Repertoire gehörten Meisterwerke internationaler Choreographen wie Hans Van Manen, Nils Christe, Ed Wubbe, Cristopher Bruce, Angelin Preljocaj, Cesc Gelabert sowie Kreationen der talentiertesten Vertreter der neuen Generation italienischer Choreographen, darunter Fabrizio Monteverde, Mauro Bigonzetti, Virgilio Sieni, Eugenio Scigliano.
Mit dieser außerordentlich vielfältigen künstlerischen Produktion hat sich das BdT auf den angesehensten italienischen Bühnen und auf zahlreichen Torneen in Europa und der ganzen Welt präsentiert und sich internationalen Ruf erworben.
Nachdem ein staatliches Programm den Anreiz bot, Möglichkeiten der Fusion und Zusammenarbeit mit dem Ente Nazionale del Balletto / Balletto di Roma zu erproben und damit die legendäre Formation aus der Toscana in einer neuen Perspektive weiterzuführen, übernahm Cristina Bozzolini vom Frühjahr 2002 an die Kodirektion des Balletto di Roma und formte rasch auch dieses Ensemble junger talentierter Tänzer zu einer der besten Truppen Italiens. Zugleich leitete sie weiterhin das angesehene Ausbildungszentrum ›Scuola del BallettO di ToscanA‹ in Florenz und ergänzte ihre Tätigkeit dort durch den Unterricht und die Erarbeitung neuer Produktionen mit dem ›Junior BallettO di ToscanA‹. Diese unter der Schirmherrschaft der Region Toscana und der Stadt Florenz stehende Nachwuchsformation wird schon heute, nach nur drei Jahren, in denen sie ihre Fähigkeiten auf den wichtigsten italienischen Bühnen und Festivals unter Beweis stellen konnte, von Kritik und Publikum als neues ›Schmuckstück‹ des italienischen Tanzes betrachtet.
Wegen ihrer breiten Unterrichtserfahrung und ihrer Kompetenzen in hochspezialisierter Tanzausbildung wird Cristina Bozzolini ständig von zahlreichen Ballettschulen eingeladen, um Fortbildungskurse und Workshops für Lehrer in ganz Italien abzuhalten.
Aufgrund dieser Kompetenzen wurde ihr schließlich auch die didaktische Leitung der neuen Aus- und Weiterbildungsinitiativen übertragen, die Präsidentschaft und Direktion der Fondazione Nazionale della Danza/Compagnia Aterballetto di Reggio Emilia für 2008 ins Leben gerufen haben.

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