BIOGRAPHIEN
REPERTOIRE
PRESSESTIMMEN
KALENDER
|
ATERBALLETTO - FONDAZIONE NAZIONALE DELLA DANZA
BIOGRAPHIEN
FONDAZIONE NAZIONALE DELLA DANZA
COMPAGNIA ATERBALLETTO
Im Rahmen des italienischen Tanzpanoramas zählt ATERBALLETTO zu den wenigen Ensembles, die Tanz sowohl produzieren als auch fördern. ATERBALLETTO ist Italiens erste fest etablierte Tanzkompanie, der es gelungen ist, sich außerhalb der Opernhäuser zu behaupten.
Im Jahre 1979 gegründet, baute die Kompanie unter der Leitung von Amedeo Amodio bis 1996, in fast 20-jähriger Tätigkeit, ein reichhaltiges Repertoire auf, das zum Einen zahlreiche Ballette enthält, die seinerzeit speziell für die Kompanie geschaffen wurden, von Choreographen wie Glen Tetley, Alvin Ailey, Lucinda Childs. Zum Andern konnte sich das Ensemble der Aufführungsrechte bedeutender Choreographien rühmen, die fest zum Repertoire des Balletts des Zwanzigsten Jahrhundert zählen, sprich Arbeiten von George Balanchine, Antony Tudor, Kenneth Mc Millan, Josè Limon, Hans Van Manen, Leonide Massine, David Parsons und Maurice Bèjart.
Die intensive Zusammenarbeit mit einer ganzen Reihe von international anerkannten Choreographen, Bühnenbildnern, Kostümbildnern und Künstlern trug entscheidend dazu bei, die Qualität der Kompanie im Laufe der Jahre voranzutreiben und zu festigen.
Seit ihren Anfängen besteht die Kompanie überwiegend aus Solotänzern mit technischem Spitzenniveau und seit ihren Anfängen gelingt es ihr, sich in allen Stilrichtungen zu behaupten und internationale Anerkennung zu erhalten: Tourneen in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Asien.
1991 wird ATERBALLETTO die Kompanie des regionalen geförderten Centro Regionale della Danza, ein eingetragener Verein, der von der Stadt Reggio Emilia, der Region Emilia Romagna und A.T.E.R. (Verein der Theater der Emilia Romagna) gegründet wurde. Seine Produktionstätigkeit findet unter dem Label ATERBALLETTO statt. Mit dem Anspruch alle Bereiche der Tanzwelt global zu erfassen und in ihnen zu agieren, vereint das Centro sehr unterschiedliche Funktionen und Aufgabenbereiche: Produktion, Gastspiele, Ausbildung, Förderung, Studium und Forschung. Seit 1996 ist Federico Grilli Präsident der regionalen Struktur, die unter seiner Leitung sehr bald eine Umstrukturierung in das überregionale Centro della Danza erfährt.
Seit 1. April 2003 ist Centro della Danza in eine Stiftung umgewandelt worden und trägt den Namen FONDAZIONE NAZIONALE DELLA DANZA - COMPAGNIA ATERBALLETTO.
FONDAZIONE NAZIONALE DELLA DANZA erfasst, sowohl auf regionaler als auch auf nationaler Ebene verschiedene Realitäten im Bereich des Balletts, was diese Struktur zu einer einzigartigen Werkstatt des Tanzes macht dessen Aktivitäten alle darauf abzielen, das Interesse des Publikums auf diese besondere Körpersprache zu lenken und die Kenntnis darüber zu vertiefen, sprich der Ausbildungskurs für junge Berufstänzer, das Organisieren von Gastspielen, Festivals und Veranstaltungen zur Förderung des Tanzes u.s.w.
Von 1979-2007 hat MAURO BIGONZETTI die künstlerische Leitung inne. Eben in diesem Ensemble entwickelte er, von 1982 bis 1993, seine Karriere als Tänzer und Choreograph, die ihn bereits nach wenigen Jahren zu einem gefragten Gastchoreographen bei renommierten, internationalen Tanzensembles machte.
Zum 1. Februar 2008 übernimmt Cristina Bozzolini die künstlerische Leitung der Compagnia Aterballetto. Mit ihr und dem zum Chefchoreographen ernannten Mauro Bigonzetti erhält die Tanzcompagnie Aterballetto ein hochkarätiges neues Leitungsteam.
Mauro Bigonzetti, der dem Aterballetto Reggio Emilia in den letzten zehn Jahren mit zahlreichen Produktionen zu einer starken und unverwechselbaren Identität verholfen und es wieder an die Spitze des internationalen Tanzes geführt hat, gibt die künstlerische Leitung der Compagnie ab und widmet sich künftig ausschließlich der Choreographentätigkeit.
In den kommenden Spielzeiten wird er als Choreograph mit namhaften europäischen und amerikanischen Ballettcompagnien zusammenarbeiten. Dennoch bleibt er seiner bisherigen Wirkungsstätte aufs engste verbunden: Als Chefchoreograph des Aterballetto wird der aus Rom stammende Bigonzetti ab dem 1. Februar 2008 dafür einstehen, dass das von ihm geschaffene Repertoire weiterhin gepflegt und die einzigartige Persönlichkeit seines Ensembles durch neue Arbeiten weiterentwickelt werden.
Neue künstlerische Leiterin des Aterballetto wird Cristina Bozzolini, deren Name in der italienischen Tanzszene bereits Legende ist. Cristina Bozzolini war Gründerin und künstlerische Leiterin des Balletto di Toscana und hat in dieser Funktion in den 80er und 90er Jahren einen fundamentalen Beitrag zur Entwicklung einer neuartigen, dynamischen Auffassung von Ballettenensemble geleistet. Dabei griff sie Anregungen europäischer Modelle auf, blieb aber ebenso stark ihrer nationalen Identität verpflichtet. Eine ganze Generation von italienischen Choreographen erhielt durch Cristina Bozzolini den entscheidenden Anstoß für ihre Entwicklung und konnte in der Zusammenarbeit mit dem Balletto di Toscana ihre schöpferischen Kräfte erproben und entfalten.
Neben ihrer Tätigkeit als Leiterin des Balletto di Roma hat Cristina Bozzolini in den letzten Jahren das Balletto di Toscana Junior aufgebaut, um neue künstlerische Verfahren und Produktionsweisen zu erforschen. Orientiert an europäischen Jugendcompagnien wie dem NDT2 des Nederlands Dans Theater, vereint diese Formation die beiden Begabungen ihrer Gründerin – die didaktisch-erzieherische und die künstlerisch-kreative, wobei letztere wiederum durch ein starkes Interesse für die Pluralität choreographischer Sprachen geprägt ist.
Die neue Zusammenarbeit von Bozzolini und Bigonzetti steht im Zeichen einer Verstärkung und Fortentwicklung der Aktivität der Compagnie. Sie verspricht eine Synergie, die das Repertoire des Ensembles noch stärker zur Geltung bringen und es mit neuen Kreationen verschiedener italienischer und internationaler Choreographen bereichern wird.
MAURO BIGONZETTI Choreograph
In Rom geboren, besucht er die Ballettschule der Oper in Rom und tritt sofort nach seiner Ausbildung in die Ballett-Kompanie des Opernhauses ein. Nach zehn-jähriger Tätigkeit an der Oper, tritt er, in der Spielzeit 1982/83, der Kompanie Aterballetto bei, damals unter der Leitung von Amedeo Amodio, wo er in allen Balletten des Repertoires der Kompanie mitwirkt.
Prägende sind für ihn die Zusammenarbeiten mit Alvin Ailey, Glen Tetley, William Forsythe, Jennifer Muller. Gleichzeitig tanzt er verschiedene Ballettstücke von George Balanchine und Leonide Massine.
1990 kreiert er seine erste Choreographie Sei in movimento zu Musiken von J.S.Bach, die am Teatro Sociale di Grassina uraufgeführt wird.
In der Spielzeit 1992/93 verlässt er Aterballetto und widmet sich der Choreographie. Als freischaffender Choreograph arbeitet er sehr eng mit Balletto di Toscana zusammen, das in diesen Jahren für viele italienische Choreographen zu einer regelrechten Werkstatt der Tanzes wird.
Es folgen Zusammenarbeiten mit international anerkannten Kompanien: English National Ballet London, Ballet National de Marseille, Stuttgarter Ballett, Deutsche Oper Berlin, Staatsoper Dresden, Ballet Teatro Argentino, Balè da Cidade de Sao Paulo, Ballet Gulbenkian Lisabon, New York City Ballet, State Ballet Ankara, Ballet du Capitole Toulouse. Ferner kreiert er für verschiedene italienische Ballettkompanien, darunter Balletto Teatro alla Scala in Mailand, Opera di Roma, Arena di Verona und Teatro San Carlo in Neapel.
Seine Tanzstücke entstehen im Zusammenarbeit mit Künstlern wie: Claudio Parmiggiani, Fabrizio Plessi, Bruno Moretti, Elvis Costello, Danilo Grassi, Guglielmo Capone, Millar & Swandale, Roberto Tirelli, Fabrizio Montecchi, Nicola Lusuardi, Paride Bonetta, Helena Medeiros, Paolo Calafiore, Carlo Cerri, Beni Montresor, Massimo Castri, Lucia Socci.
Unter der Geschäftsleitung von Federico Grilli leitet Mauro Bigonzetti von 1997 – 2007 Compagnia Aterballetto als künstlerischer Leiter und Chefchoreograph. In enger Zusammenarbeit mit Federico Grilli baut Bigonzetti eine neue Kompanie und ein neues Repertoire auf.
Die bedeutendsten, weltweit aufgeführten Choreographien für Compagnia Aterballetto sind: Songs, Persephassa, Furia Corporis, Comoedia Canti, Sommernachtstraum, Cantata, Rossini Cards, Vespro, Les Noces, Psappha, WAM, Romeo and Juliet, InCanto dall' Orlando Furioso.
Cristina Bozzolini
künstlerische Leitung
geboren 1943 in Florenz, erhielt schon in ganz jungen Jahren Ballettunterricht und war Schülerin der angesehenen holländischen Lehrerin Daria Collin, aus deren Schule die erste qualifizierte Generation professioneller Tänzer in Florenz hervorging. In den 60er Jahren vervollkommnete sie ihre Ausbildung am Studio Wacker in Paris und am Centre de danse international in Cannes. Bereits mit 16 Jahren erhielt sie Engagements an den großen Bühnen Italiens und trat schließlich in die Ballettcompagnie des Maggio Musicale Fiorentino ein, wo sie von Anfang an Solopartien übernahm. 1971 erhielt sie dort eine feste Anstellung als Primaballerina.
Seit Mitte der 70er Jahre verband sie eine lange und intensive künstlerische Zusammenarbeit mit Eugène Polyakov, dem damaligen Leiter der Ballettcompagnie.
Schon 1970 war sie im Rahmen des Festival di Spoleto zu den berühmten, von Alberto Testa organisierten ›Galas‹ des Teatrino delle Sei eingeladen worden und hatte den Premio Positano für Tanz erhalten.
Im Lauf ihrer Karriere als Primaballerina interpretierte sie an der Seite so berühmter Partner wie Nureyev, Barishnikov, Godunov, Bortoluzzi, Vassiliev, Russillo und Amodio die großen Rollen des klassischen und modernen Repertoires.
Cristina Bozzolini engagierte sich aber stets auch intensiv in der Kulturpolitik ihrer Heimatstadt. 1970 gründete sie zusammen mit hochqualifizierten Florentiner Kulturschaffenden das Centro Studi Danza (heute Scuola di Balletto di Toscana). Dabei setzte sie sich nachdrücklich für eine Erneuerung der Tanzausbildung und eine Neubewertung von deren gesellschaftlichem und kulturellem Stellenwert ein.
1975 gründete sie das Collettivo Danza Contemporanea di Firenze und vermochte Quantität wie Qualität der Produktionen dieses Ensembles in zehnjähriger Arbeit auf ein beachtlich hohes Niveau zu führen. Ermöglicht wurde dies auch durch die Beteiligung einer herausragenden Gruppe von Kollegen aus der Ballettcompagnie des Maggio Musicale Fiorentino und durch die engagierte Mitarbeit Riccardo Donninis, mit dem Cristina Bozzolini beruflich wie privat eine Partnerschaft verbindet.
1983, im Alter von 40 Jahren, verließ sie das Teatro Comunale di Firenze und widmete sich intensiver dem Unterricht und der Choreographie.
Nach zehn Jahren wichtiger Erfahrungen mit dem Kollektiv gründete sie, unterstützt durch die Kulturabteilungen der Region Toscana und der Stadt Florenz, 1985 das Balletto di Toscana, dessen künstlerische Leitung sie durchgängig innehatte.
Der unmittelbare und stetig wachsende Erfolg dieser neuen Formation brachte Cristina Bozzolini zahlreiche Auszeichungen ein: Im Mai 1987 erhielt sie den Premio Tersicore der Accademia Internazionale delle Muse, außerdem erneut den Premio Positano per la Danza sowie 1989 und 1993 den Premio Danza & Danza, den die gleichnamige Fachzeitschrift auf den Vorschlag maßgeblicher italienischer Tanzkritiker vergibt.
Schon in der kurzen Zeit, in der das BdT bestand – von 1985 bis Ende 2000 –, hat Cristina Bozzolini hier einen Organismus von Tanzsolisten geschaffen, die höchstes technisches Niveau mit enormer Ausdrucksfähigkeit verbanden; zum Repertoire gehörten Meisterwerke internationaler Choreographen wie Hans Van Manen, Nils Christe, Ed Wubbe, Cristopher Bruce, Angelin Preljocaj, Cesc Gelabert sowie Kreationen der talentiertesten Vertreter der neuen Generation italienischer Choreographen, darunter Fabrizio Monteverde, Mauro Bigonzetti, Virgilio Sieni, Eugenio Scigliano.
Mit dieser außerordentlich vielfältigen künstlerischen Produktion hat sich das BdT auf den angesehensten italienischen Bühnen und auf zahlreichen Torneen in Europa und der ganzen Welt präsentiert und sich internationalen Ruf erworben.
Nachdem ein staatliches Programm den Anreiz bot, Möglichkeiten der Fusion und Zusammenarbeit mit dem Ente Nazionale del Balletto / Balletto di Roma zu erproben und damit die legendäre Formation aus der Toscana in einer neuen Perspektive weiterzuführen, übernahm Cristina Bozzolini vom Frühjahr 2002 an die Kodirektion des Balletto di Roma und formte rasch auch dieses Ensemble junger talentierter Tänzer zu einer der besten Truppen Italiens. Zugleich leitete sie weiterhin das angesehene Ausbildungszentrum ›Scuola del BallettO di ToscanA‹ in Florenz und ergänzte ihre Tätigkeit dort durch den Unterricht und die Erarbeitung neuer Produktionen mit dem ›Junior BallettO di ToscanA‹. Diese unter der Schirmherrschaft der Region Toscana und der Stadt Florenz stehende Nachwuchsformation wird schon heute, nach nur drei Jahren, in denen sie ihre Fähigkeiten auf den wichtigsten italienischen Bühnen und Festivals unter Beweis stellen konnte, von Kritik und Publikum als neues ›Schmuckstück‹ des italienischen Tanzes betrachtet.
Wegen ihrer breiten Unterrichtserfahrung und ihrer Kompetenzen in hochspezialisierter Tanzausbildung wird Cristina Bozzolini ständig von zahlreichen Ballettschulen eingeladen, um Fortbildungskurse und Workshops für Lehrer in ganz Italien abzuhalten.
Aufgrund dieser Kompetenzen wurde ihr schließlich auch die didaktische Leitung der neuen Aus- und Weiterbildungsinitiativen übertragen, die Präsidentschaft und Direktion der Fondazione Nazionale della Danza/Compagnia Aterballetto di Reggio Emilia für 2008 ins Leben gerufen haben.
nach oben
|