ISMAEL IVO
TRISTANISOLDE
| IDEE, CHOREOGRAPHIE UND TANZ | MARCIA HAYDéE UND ISMAEL IVO |
| MUSIK | VERSCHIEDENE INTERPRETATIONEN VON 'ISOLDES LIEBESTOD' |
| REGIE | MARCIO AURELIO |
| DRAMATURGIE | HELGE-BJöRN MEYER |
| BüHNE | MARCEL KASKELINE |
| KOSTüME | GABY FRAUENDORF |
| LICHTDESIGN | HEINZE BAUMANN |
| URAUFFüHRUNG | 1.10.1999 THEATERHAUS STUTTGART |
| DAUER DER VORSTELLUNG | 70 MIN |
Liebe und Tod begleiten als die Pole des menschlichen Wesens das Geschehen von Richard Wagners Oper "Tristan und Isolde" aus dem Jahre 1857. Sie gilt als letztes und radikalstes Werk des Komponisten.
In der tänzerischen Interpretation dieser Oper durch Marcia Haydée und Ismael Ivo wird die alte Fabel um Liebe, Tod und Verrat jedoch nicht illustriert, sondern als Folie für eine eigenständige Auseinandersetzung über die Liebe benutzt. Nicht das oftmals in der Rezeptionsgeschichte des Werkes zu findende "Endspiel" interessiert bei der Beschäftigung mit "Tristan und Isolde", sondern der Weg einer zwi-schenmenschlichen Beziehung in jene End- oder Nachtsituation. Die Suche einer Antwort auf die Frage, woran oftmals das bedingungslose Ausleben all der Träume, Hoffnungen und Sehnsüchte scheitern könnte, führt zugleich analytisch zum existentiellen, zum allgemein-mensch-lichen Kern des Werkes. "Tristan und Isolde" läßt sich als Diskurs über die Grausamkeit der Begierde verstehen, in welchem die Liebe eine Kette aus Bindungen und Verbindungen zwischen Personen darstellt.
nach oben
|