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GAUTHIER DANCE//DANCE COMPANY THEATERHAUS STUTTGART

BIOGRAPHIEN

Gauthier Dance ist ein junges dynamisches Ensemble von sechzehn vielseitigen Tänzerpersönlichkeiten unter der Leitung des Choreographen, Tänzers und Musikers Eric Gauthier. Das Repertoire der Dance Company Theaterhaus Stuttgart umfasst originelle, oft humorvolle Werke von Gauthier und renommierten zeitgenössischen Choreographen wie Mauro Bigonzetti, William Forsythe, Jiří Kylián, Itzik Galili, Lightfoot/León, Hans van Manen, Hofesh Shechter, Ohad Naharin, Sharon Eyal/Gai Behar, Richard Siegal, Nacho Duato, Marco Goecke, Ed Wubbe, Roni Haver & Guy Weizman und Nadav Zelner.

Nach der Gründung im Oktober 2007 etablierte sich die Company in Rekordgeschwindigkeit als internationale Marke. Mittlerweile zählt sie zur derjenigen Handvoll deutscher Ensembles mit der intensivsten Tourneetätigkeit – national wie international. Den ersten großen Volltreffer landete Gauthier Dance im Sommer 2010 mit der Uraufführung des abendfüllenden Tanzstücks POPPEA//POPPEA von Christian Spuck. Die britische Fachzeitschrift Dance Europe listete POPPEA//POPPEA unter den weltweiten Top-Ten-Produktionen der Saison 2009/10; Spuck erhielt den Deutschen Theaterpreis DER FAUST 2011 für Choreographie. Weiter ging es im Juli 2013 mit der stereoskopischen Aufzeichnung von POPPEA//POPPEA. Nach der Premiere der 3D-Fassung bei der Filmschau Baden-Württemberg im Dezember 2013 folgte die Ausstrahlung bei arte im Februar 2014. Verantwortlich zeichnete Nikolai Vialkowitsch von parallax raumprojektion Karlsruhe, der bereits Gauthiers Choreographie Threesome in einen 3D-Film verwandelt hatte. Als Vorfilm zu Wim Wenders' PINA erreichte er bereits über 50.000 Zuschauer in deutschen Programmkinos. Entgegen aller statistischen Wahrscheinlichkeit ging der Deutsche Theaterpreis DER FAUST übrigens auch 2013 an ein Mitglied von Gauthier Dance: Anna Süheyla Harms verließ am 16. November 2013 das Schiller Theater Berlin mit der begehrten Trophäe in der Kategorie bester Darsteller / beste Darstellerin Tanz.

Parallel zur steigenden Reputation von Gauthier Dance hat sich die Zusammenarbeit mit internationalen Starchoreographen in den vergangenen Spielzeiten intensiviert. Nach Mauro Bigonzettis umjubelter Alice folgte im Juni 2016 die Uraufführung des dritten abendfüllenden Tanzstücks der Theaterhaus-Company: Marco Goecke erkundete zusammen mit Gauthier Dance den Mythos NIJINSKI: ein Ballett, das von Publikum und Kritik gleichermaßen gefeiert wurde und bereits als neuer Klassiker des zeitgenössischen Balletts gilt. Davon zeugen ein Premio Danza&Danza 2016 für Marco Goecke als Besten Choreographen und Rosario Guerra als Tänzer des Jahres sowie die Auszeichung als Publikumsfavorit in der Saisonumfrage der Fachzeitschrift tanz 2017. Seit Januar 2019 ist Marco Goecke Gauthier Dance zudem als Artist-in-Residence verbunden.
Mit der Premiere des großen Jubiläumsprogramms BIG FAT TEN konnte die Company im März 2017 den 10. Geburtstag von Gauthier Dance am Theaterhaus Stuttgart feiern. Auch die Kalender für die folgenden Spielzeiten weisen keine Lücken auf. Nach dem Choreographinnen-Programm Grandes Dames vom Sommer 2018 gingen 2019 zwei große Neuproduktionen am Theaterhaus Stuttgart an den Start: der Duo-Abend Deuces mit acht Uraufführungen internationaler Star-Choreographen sowie Classy Classics als Eröffnung des 3. COLOURS International Dance Festival. Im Sommer 2020 entsteht spontan und unter Corona-Bedingungen mit Artist-in-Residence Marco Goecke das abendfüllende Stück Lieben Sie Gerswhin?. In der Saison 2020/21 freut sich die Company auf die vierte Ausgabe des COLOURS-Festivals und eine weitere wahrhaft spektakuläre Premiere, die aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden musste: Swan Lakes, mit vier neuen zeitgenössischen Lesarten des Ballettklassikers von Marie Chouinard, Marco Goecke, Hofesh Shechter und Cayetano Soto.

Gastspiele führten und führen die Company unter anderem nach Toronto, New York, Tel Aviv, Moskau, St. Petersburg, Monaco, Québec City, Montréal, Berlin und Chicago.

Neben weit über 100 „normalen“ Auftritten im Jahr engagiert sich die Gauthier Dance mit einem wegweisenden sozio-kulturellen Programm: Mit einem speziellen Repertoire, das sich auch für kleine Räume eignet, bringt Gauthier Dance Mobil den Tanz zu Menschen, die nicht selbst ins Theater kommen können, und besucht Einrichtungen wie Seniorenheime, Krankenhäuser oder Heime für Menschen mit Behinderungen.

ecotopia dance productions: Biographien Gauthier Dance//Dance Company Theaterhaus Stuttgart Eric Gauthier
Künstlerischer Leiter Gauthier Dance//Dance Company Theaterhaus Stuttgart & COLOURS International Dance Festival

IInnerhalb weniger Jahre ist Eric Gauthier der große Sprung gelungen: vom charismatischen Publikumsliebling des Stuttgarter Balletts zum international renommierten Choreographen und Künstlerischen Leiter einer der erfolgreichsten deutschen Tanzkompanien – Gauthier Dance//Dance Company Theaterhaus Stuttgart. Der Deutsche Tanzpreis »Zukunft« 2011 in der Kategorie Choreographie für Gauthier persönlich sowie der Deutsche Theaterpreis DER FAUST 2011 und 2013 für Gauthier Dance markieren das Standing, das sich die mittlerweile 16-köpfige Truppe seit 2007 erarbeitet hat.

Mittlerweile haben Top-Kompanien weltweit Stücke von Eric Gauthier in ihrem Repertoire – darunter das Staatsballett Berlin, das Sankt Petersburg Mariinski-Ballett, das Stuttgarter Ballett, das Scapino Ballet Rotterdam oder Het Nationale Ballet Amsterdam. Daneben choreographiert er immer wieder für Größen aus der Musikwelt, zum Beispiel die Bühnenshow von Panda-Rapper Cro oder das offizielle Video zu Philippe Poisels Song Roman. Zu den Ehrungen des Jahres 2016 zählen der Preis für das Beste Duett für Gauthiers Stück Punk Love beim St. Petersburger DANCE OPEN Festival und die Aufnahme unter die Hoffnungsträger im Jahrbuch der Zeitschrift tanz. Zuletzt war er Choreograph für die SWR-Produktion Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm, einer der größten deutschen Hits des Kinojahres 2018. Als Moderator und Tanzexperte selbst vor der Kamera steht Gauthier in der SWR-Dokumentarfilmserie Dance Around the World, die das Fernsehpublikum in die großen Tanzmetropolen der Welt führt. Die erste Folge wurde in Tel Aviv gedreht und im Juli 2020 im SWR ausgestrahlt.

Wie sehr Eric Gauthier nach wie vor als Performer geschätzt wird, konnte man in The Gift erleben. Mit diesem sehr persönlichen Abend, für ihn choreographiert von Itzik Galili, wollte der Solotänzer Gauthier mit 41 Jahren Abschied von der Bühne nehmen – um im Laufe der wunderbaren Probezeit und erst recht nach dem Sensationserfolg der Premiere festzustellen, dass er sich nichts mehr wünschte als: weiterzutanzen...

Als ob die kometenhafte nationale wie internationale Karriere seiner Company nicht genug wäre, hat sich Gauthier mittlerweile auch als Festivalmacher profiliert: Im Sommer 2015 sorgte das von ihm konzipierte, vom Theaterhaus Stuttgart produzierte COLOURS International Dance Festival für Furore in der Tanzwelt. Schon mit der Premierenausgabe erntete das biennale Event viel Lob vom Publikum und der Presse. Mit einem deutlich erweiterten Programm in der Stuttgarter City und einem noch hochkarätigeren künstlerischen Line-up zählt COLOURS mittlerweile zu den wichtigen Tanzfestivals in Europa. Mitmach-Formate wie COLOURS im Grünen oder der COLOURS Playground lassen Gauthiers Traum wahr werden und bringen den Tanz dahin, wo er hingehört – zu allen Menschen. Online gelang ihm das aktuell mit zwei neuen Projekten, die Menschen während der Corona-Zeit unkompliziert zu Hause in Bewegung bringen – den tausendfach aufgerufenen Tanz-Videos auf seinem YouTube-Kanal wohnzimmerballett.com und Erics Tanztee, entwickelt für das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg und dessen Nahverkehrsmarke bwegt.de.

Als Sohn eines führenden Alzheimer-Forschers war Gauthier schon früh für soziale Belange sensibilisiert. Mit Gauthier Dance Mobil geht das Ensemble in Schulen, Krankenhäuser oder Altersheime und bringt den Tanz zu jenen Menschen, die nicht selbst ins Theater kommen können. Gauthier ist Mitglied im Kuratorium der Alzheimer Stiftung Baden-Württemberg und hat schon mehrmals zu einer Benefiz-Gala für die Alzheimer-Forschung ins Theaterhaus Stuttgart eingeladen. Für sein künstlerisches und soziales Engagement wurde Eric Gauthier im April 2015 mit dem Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.



Die Zeit vor Gauthier Dance

Geboren wurde Eric Gauthier in Montreal (Kanada) als Sohn eines Neurologen, der auf dem Gebiet Demenz forscht. Er begann seine Ballettausbildung bei Les Grands Ballets Canadiens in seiner Heimatstadt und besuchte im Anschluss die National Ballet School in Toronto, wo er neben Ballett- auch Musik- und Gesangsunterricht erhielt. 1995 machte er seinen Abschluss und wurde Eleve beim National Ballet of Canada unter der Leitung von Reid Anderson, wo er erste Bühnenerfahrung sammeln durfte.

Als Reid Anderson 1996 Intendant des Stuttgarter Balletts wurde, lud er Eric Gauthier – als einzigen Nichtsolisten – ein, ihm aus Kanada nach Deutschland zu folgen. In Stuttgart tanzte Gauthier eine Vielzahl klassischer und neo-klassischer Rollen, darunter Mercutio in John Crankos Romeo und Julia, den Joker in Crankos Jeu de Cartes, Bootface in Crankos The Lady and the Fool, Alain in Frederick Ashtons La fille mal gardée; hinzu kamen Rollen in Stücken von George Balanchine und Kenneth MacMillan. Es waren jedoch besonders Gauthiers Fähigkeiten als zeitgenössischer Tänzer, die fast jedem Choreographen, der zwischen 1996 und 2006 mit dem Stuttgarter Ballett arbeitete, sofort auffielen. Ob Erstaufführungen oder neue Kreationen – Eric Gauthier war fast immer gefragt und tanzte Stücke von zahlreichen bedeutenden Choreographen, darunter Hans van Manen, John Neumeier, Jiří Kylián, Nacho Duato, Paul Lightfoot, Uwe Scholz und James Kudelka. Vor allem als Interpret der Stücke von William Forsythe hat er sich einen Namen gemacht – er tanzte alle Stücke des berühmten Choreographen, die sich im aktiven Repertoire des Stuttgarter Balletts befinden.

Im Jahr 2000 wurde er zum Halb-Solisten, 2002 zum Solisten des Stuttgarter Balletts ernannt. Eine beachtliche Zahl von Rollen wurde eigens für ihn kreiert. Besonders hervorzuheben ist die Zusammenarbeit mit dem damaligen Hauschoreographen des Stuttgarter Balletts, Christian Spuck, der inzwischen als Ballettchef nach Zürich wechselte. Nachdem Gauthier in vier Uraufführungen von Spuck aufgetreten war, schuf dieser 2003 in seinem ersten abendfüllenden Werk Lulu. Eine Monstretragödie nach Frank Wedekind die Rolle des Schigolch für ihn. Es folgte im April 2005 die Hauptrolle des Malers in Spucks Stück ... la peau blanche .... Weitere Choreographen, die sich von Gauthier für ihre Uraufführungen inspirieren ließen, sind Mauro Bigonzetti, Itzik Galili, Kevin O`Day, Marguerite Donlon, Daniela Kurz, Dominique Dumais, Nicolo Fonte, Matjash Mrozewski, Douglas Lee, Marc Spradling, James Sutherland, Pascal Touzeau und Trey McIntyre.

Sein Debut als Choreograph gab Eric Gauthier 2005 mit Lebenszeit im Rahmen der Jungen Choreographen der Stuttgarter Noverre-Gesellschaft. Es folgte das gefeierte Ballet 101, das 2007 beim 21. Internationalen Wettbewerb für Choreographie in Hannover sowohl mit dem Kritiker- als auch mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde und inzwischen auf den großen internationalen Bühnen getanzt wird. Air Guitar, Eric Gauthiers getanzte Huldigung an das von ihm so geliebte Instrument, setzte die Erfolgsserie 2007 fort. Nach der dreifachen Nominierung zum Besten Nachwuchs-Choreographen in der Kritikerumfrage der Zeitschrift ballet-tanz stand dann der Entschluss zur Gründung einer eigenen Company am Theaterhaus Stuttgart fest.

Im Sommer 2015 präsentierte Eric Gauthier mit dem COLOURS – International Dance Festival seine Idee eines biennal angelegten Tanzfestivals, das über drei Wochen die Menschen in der Region Stuttgart begeisterte und das Theaterhaus in ein Haus des Tanzes verwandelte.



BALLETTMEISTER und TÄNZER

Cesar Locsin Ballettmeister
Das Tanzen wurde ihm in die Wiege gelegt: Cesar stammt aus einer Tänzerfamilie von den Philippinen und bekam seinen ersten Ballettunterricht von seiner Großmutter und Tante – mit spürbarem Erfolg! Seiner Ausbildung mit Stipendien der CCP Dance School Manila und der San Francisco Ballet School folgten Engagements beim Ballet Philippines, Jeune Ballet de France, Ballet Gulbenkian, Aterballetto und dem Staatsballett Karlsruhe. 2004 wurde er Mitglied im Ballett der Deutschen Oper am Rhein und avancierte zu einem der profiliertesten Tänzer der Kompanie. Mit Fourmis für die Reihe Young Moves debütierte er 2017 dort auch als Choreograph. Im Sommer 2020 wechselte Cesar endgültig die Seite – als Ballettmeister bei Gauthier Dance.


Luis Sayago Ballettmeister
Der gebürtige Venezolaner studierte parallel Ballett und Elektrotechnik, bevor er sich ganz dem Tanz verschrieb. Nach ersten Engagements in seiner Heimatstadt Caracas verlief Luis´ weitere Karriere ausgesprochen international. Zunächst ging es nach Spanien an die IT Dansa Jove Companya, dann weiter nach Österreich zur abcdancecompany in St. Pölten und vor allem für 13 Jahre ans Ballett des Nationaltheaters Mannheim unter Kevin O´Day und Dominique Dumais. Auch als er 2014 seinen eigenen Weg als Tänzer, Choreograph und Dozent einschlug, blieb er der Metropolregion verbunden. Er kooperierte regelmäßig mit dem Unterwegstheater sowie freien Projekten wie ARTORT oder HD moves in Heidelberg. Ab der Spielzeit 2019/20 ist Luis Ballettmeister von Gauthier Dance.


Bruna Andrade
Die gebürtige Brasilianerin begann ihre Tanzausbildung in Rio, bevor sie 2003 als Stipendiatin an die Akademie des Tanzes Mannheim wechselte. Birgit Keil, Leiterin der Akademie und des Staatsballetts Karlsruhe, erkannte ihr Potential und holte sie in ihr Ensemble. Dort tanzte sich Bruna bis ganz nach oben, seit der Spielzeit 2012/13 als Erste Solistin. Sie glänzte nicht nur in den Titelrollen von MacMillans Romeo und Julia, Crankos Der Widerspenstigen Zähmung und Peter Wrights Giselle, sondern auch in dem hochvirtuosen Forsythe-Stück The Vertiginous Thrill of Exactitude. Der bisherige Höhepunkt ihrer Karriere: 2014 wurde Bruna als Beste Darstellerin Tanz mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnet.


Louiza Avraam
Ihre Ballettausbildung begann Louiza in ihrer Heimatstadt Limassol in Zypern, bevor sie 2011 an die Ballettschule des Hamburg Balletts wechselte. Zwei Jahre später zog es sie nach Holland, an die berühmte Kunsthochschule CODARTS in Rotterdam. Während ihres letzten Studienjahrs tanzte sie bereits parallel im Ensemble des Scapino Ballet Rotterdam, in Choreographien von Wubbe, Goecke, Landerer und Serussi. Zur Spielzeit 2015/16 wurde sie Mitglied im Ballett des Saarländischen Staatstheaters Saarbrücken und fiel rasch auf: Ausgezeichnet mit dem SponsorClubPreis 2017 als Beste Darstellerin Ballett. war sie dort drei Jahre lang in profilierten Rollen zu erleben, u.a. in Stücken von Stijn Celis, Jiří Kylián, Ohad Naharin, Andonis Foniadakis und Alexander Ekman.



Nora Brown
Die gebürtige Amerikanerin erhielt ihre Ausbildung an der Boston Ballet School und der North Carolina School of Arts. Danach zog ihre Tanzkarriere immer weitere Kreise: Vom Boston Ballet, Les Grands Ballets Canadiens de Montréal und dem Metropolitan Opera Ballet ging es zunächst ans Ballett Dortmund unter Intendant Xin Peng Wang, bevor sie ans Ballett im Revier in Gelsenkirchen engagiert wurde, der Company der ehemaligen Stuttgarter Ersten Solistin Bridget Breiner. Dort war Nora in Stücken von Bridget Breiner, David Dawson, Marco Goecke, Jiří Bubeníček, Cathy Marston und Demis Volpi zu sehen. Seit September 2015 ist sie bei Gauthier Dance und konnte sich in Arbeiten von Ohad Naharin, Hans van Manen und Sharon Eyal–Gai Behar profilieren.


Anneleen Dedroog First Artist
Anneleen Dedroog, geboren in Belgien, begann ihre Tanzausbildung an der Balletschool Marijke Clijsters nach dem Lehrplan der Royal Academy of Dance. 2003 entschied sie sich für das Studium an der Koninklijke Balletschool Antwerpen. Im Jahr 2009 wurde die Absolventin direkt von der Dantzaz Konpainia, einer jungen Company mit zeitgenössischem Profil im spanischen San Sebastián, engagiert. Ihr Repertoire umfasst Werke von Sophie Antoine, Itzik Galili, Eric Gauthier, Hilde Koch, Jone San Martin, Kudo Satoshi und Lukas Timulak. Bei der Tanzgala zugunsten der Alzheimerforschung im Mai 2011 fiel die gerade zwanzigjährige Tänzerin Eric Gautier ins Auge – und so wurde sie im September 2011 Mitglied der Tanzcompany des Theaterhaus Stuttgart. Ihr Part als teuflische Königin in Mauro Bigonzetti’s ALICE brachte ihr großen Beifall seitens der Presse.


Barbara Melo Freire
Die Brasilianerin verließ ihre Heimatstadt Rio de Janeiro mit 13 Jahren, um mit einem Stipendium an der staatlichen Ballettschule in Berlin zu studieren. Ihr umfangreiches Repertoire umfasst Werke von William Forsythe, Christian Spuck, Mauro Bigonzetti, Benjamin Millepied und Xin Peng Wang. Bereits 2005 gewann sie einen Preis beim Tanzolymp Berlin. 2012 wurde sie mit dem Bajazzo als beste Tänzerin Nordrhein-Westfalens ausgezeichnet. Sie tanzte als Solistin am Theater Rostock, dem Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin und zuletzt am Theater Dortmund. Seit der Saison 2016/17 ist Barbara bei Gauthier Dance. Ihr mitreißendes Temperament beweist sie hier unter anderem in Eric Gauthiers virtuosem Tanz-Clinch Ballet 102.



Garazi Perez Oloriz First Artist
Garazi Perez Oloriz, geboren in Spanien, erhielt ihre Ausbildung an der Theaterhochschule von Pamplona und am Institut del Teatre in Barcelona. Von 2007 bis 2009 tanzte sie in der Dantzaz Konpainia in San Sebastián u.a. Stücke von Itzik Galili, Christophe Garcia, Hilde Koch und Thierry Malandain. Im September 2009 wurde sie Mitglied von Gauthier Dance und stand bereits in ihrer ersten Spielzeit als Titelfigur in Christian Spucks Choreographie POPPEA//POPPEA auf der Bühne.
Zu Beginn ihrer zweiten Spielzeit debütierte sie in der Gauthier Dance-Produktion Out of the Box II mit Rouge Lippen Fish (2010) als Choreographin. Mit ihrem Stück Naked Eyes (Out of the Box III) wurde Garazi Perez Oloriz 2012 zum renommierten internationalen Wettbewerb für Choreographen der Ballettgesellschaft Hannover eingeladen. Im Jahrbuch 2012 der Zeitschrift tanz wurde Garazi Perez Oloriz als beste Tänzerin ausgezeichnet. Darüber hinaus hat sich ihr Repertoire um Werke von Eric Gauthier, Alejandro Cerrudo, Paul Lightfoot & Sol León, Jirí Kylián, Stephan Thoss, Cayetano Soto, Alexander Ekman und Mauro Bigonzetti erweitert.


Izabela Szylinska
Als Tochter einer Tänzerin und Choreographin wuchs Izabela buchstäblich im Ballettsaal auf. Die Ausbildung an der Schule des Polnischen Nationalballetts in Warschau schloss sie 2008 mit dem Preis als Beste Absolventin der Ballettschulen in Polen ab. Sie tanzte vier Jahre am Polnischen Nationalballett! Dort trat sie in allen Stücken des klassischen und zeitgenössischen Kernrepertoires auf. 2014 erfand sich Izabela neu. Sie zog nach New York und holte sich Inspiration in den Kompanien der choreographischen Querdenkerinnen Karole Armitage und Emery LeCrone. Zuletzt war Izabela Mitglied der renommierten BJM – Les Ballets Jazz de Montréal. Ab der Spielzeit 2019/20 bringt Izabela ihre Erfahrung bei Gauthier Dance ein.


Sidney Elisabeth Turtschi
Schon während ihrer Ausbildung an der Ballettschule des Theaters Basel wurde Sidneys großes Talent mit dem Studienpreis Tanz des Migros-Kulturprozent 2011 & 2012 sowie dem Jugendkulturförderpreis Basel-Stadt 2013 gefördert. Nach ihrem Abschluss blieb die gebürtige Schweizerin in der Stadt und tanzte von der Spielzeit 2013/14 bis 2017/18 in Richard Wherlocks Ballett Theater Basel und parallel zwei Jahre lang bei der freien Company Carta Blanca Dance. Mit Stjin Celis, Johan Inger, Ed Wubbe, Richard Wherlock, Alexander Ekman, Alejandro Cerrudo und Hofesh Schechter waren in Basel viele Künstler vertreten, denen sie in Stuttgart wiederbegegnen wird. Optimale Startbedingungen also für Sidneys neues Engagement bei Gauthier Dance ab Herbst 2018!


Andrew Cummings
Ausgebildet auf der Insel, als Tänzer aktiv in ganz Europa: Andrew besuchte die Knightswood Dance School of Scotland und die berühmte Elmhurst Ballet School, bevor ihn Engagements quer durch den Kontinent führten – an das Zürich Junior Ballet von Heinz Spoerli, das Griechische Nationalballett unter Renato Zanella und die Tanzkompanie des Theaters St. Gallen. In der Spielzeit 2016/17 machte sich Andrew selbständig und übernahm Hauptrollen in zahlreichen Projekten, unter anderem bei den Kompanien von Cottbus, Lübeck und Linz, beim Théâtre des Champs Elysées in Paris, den Opern von Frankfurt und Graz sowie an der Komischen Oper Berlin und bei den Salzburger Festspielen. Seit Januar 2020 ist Andrew als Gasttänzer bei Gauthier Dance unter Vertrag.


Luca Pannacci
Der gebürtige Italiener begann seine Ausbildung an Ballettschulen in Bastia Umbria und in Mailand. Seinen Abschluss machte Luca an der Scuola di Ballo del Teatro dell’Opera di Roma und wechselte danach direkt ins Ballett der Oper Rom. Auch die folgenden Jahre verbrachte er in der italienischen Hauptstadt – beim Balletto di Roma, einer der führenden zeitgenössischen Kompanien Italiens. Dort profilierte er sich auch in modernen Interpretationen der großen Ballettklassiker, darunter Itamar Serussis Giselle sowie als Iago in Othello oder Rothbart in Schwanensee, beides von Fabrizio Monteverde. Zuletzt tanzte Luca beim Ballett der Staatsoper Hannover unter Jörg Mannes. Ab der Spielzeit 2019/21 verstärkt er die Theaterhaus-Company.


Mark Sampson
Die Kanada-Fraktion in der Company wächst! Neben Eric Gauthier und Robert Stephen gibt es nun einen dritten Kanadier. Mark wurde ausgebildet an der Royal Winnipeg Ballet School. Für seinen Abschluss zog es ihn allerdings an die stärker zeitgenössisch ausgerichtete Juillard School in New York, die er 2016 mit dem Martha Hill Prize For Leadership and Excellence in Dance in der Tasche verließ. Um gleich darauf bei einem der renommiertesten Ensembles seines Heimatlands durchzustarten: BJM – Les Ballets Jazz de Montréal. Dort tanzte er in Stücken von Choreographen, denen er in Stuttgart garantiert wiederbegnet, darunter Itzik Galili, Barak Marshall und Andonis Foniadakis. Seit der Spielzeit 2019/20 ist Mark Mitglied von Gauthier Danc



Alessio Marchini
Alessio wurde an der Scuola Passione Danza in seiner Heimatstadt Rom und der Scuola del Balletto di Toscana ausgebildet. Er gewann Preise bei der Mediterranean Dance Competition, beim Grand Prix Dance Festival sowie dem Rieti Danza Festival 2011. Nach Engagements beim Junior Balletto di Toscana und der Oniin Dance Company in Bologna wechselte Alessio 2014 zu Gauthier Dance. Hier war er in Stücken von Mauro Bigonzetti, Hans van Manen, Jiří Kylián, Cayetano Soto, Nanine Linning, Alejandro Cerrudo, Marco Goecke, Andonis Foniadakis, Itzik Galili, Nacho Duato, Ohad Naharin und Hofesh Shechter zu sehen. Einen starken Auftritt hatte er außerdem in Nadav Zelners Alte Zachen, dem Kult-Trailer für das COLOURS-Festival 2017.


Jonathan dos Santos
Der Brasilianer erhielt seine Tanzausbildung an mehreren Schulen in Barra Bonita, Jundiai, Sao Paulo, an der Pacific Dance Arts in Vancouver (Kanada) unter der Leitung von Li Yaming, sowie an der RNB Dance Theatre Arts. Seine Tanzkarriere führte ihn von der Company von Sao José dos Campos (Brasilien) zum Ballett Nordhausen und zuletzt an das Ballet Rossa an der Oper Halle/Saale. Seit der Spielzeit 2015/2016 ist Jonathan Tänzer bei Gauthier Dance. Sein Stuttgarter Repertoire umfasst Werke von Marco Goecke, Mauro Bigonzetti, Nanine Linning, Hans van Manen und Ohad Naharin. In Itzik Galilis My Best Enemy glänzt er, auch mit einem großen Redepart, als Showman in „the best ballet in the world“.


Theophilus Veselý
Bereits mit sieben Jahren begann der Österreicher seine Ausbildung an der Ballettschule der Staatsoper Wien, bevor er nach Stuttgart an die John Cranko Schule wechselte. Schon vor seinem Abschluss tanzte der Senkrechtstarter an der Staatsoper Wien und am Staatstheater Stuttgart sowie auf Gastspielen in Moskau, England und der Schweiz. Ab der Saison 2012/2013 war er am Theater Augsburg engagiert und wurde dort 2015 mit dem Theaterpreis Augsburg und dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet. Seit der Spielzeit 2016/17 ist Theophilus Mitglied von Gauthier Dance – und legte auch hier einen tollen Start hin: als herrlich selbstverliebter Tanzpartner in Eric Gauthiers Pas de deux-Parodie Ballet 102.


Chen-Chiang Wu
Ein echter Überflieger! Der gebürtige Taiwanese studierte Tanz an der National University of the Arts Taipei und der Hong Kong Academy for The Performing Arts. Neben Ballett und zeitgenössischem Tanz ist Shawn, wie er sich nennt, auch in chinesischem Tanz, Akrobatik und Martial Arts ausgebildet. Und schon während seines Studiums regnete es Auszeichnungen: Gold bei den Taiwan Grand Prix IBC im Jahr 2016 und 2017 sowie Stipendien für die Escola de Dança do Conservatório Nacional Lisboa und die Gelsey Kirkland Academy of Classical Ballet New York. Nach zwei Jahren Studium in Hong Kong holte Tanzchef Kinsun Chan Shawn als Solist an das Theater St.Gallen. Mit der Spielzeit 2020/21 wechselt Shawn nach Stuttgart.


Shori Yamamoto
Der gebürtige Japaner wurde an der Yamamoto Sanae Ballet School und der renommierten Ungarischen Tanzakademie Budapest ausgebildet. Sein erstes Engagement führte ihn an das Nationaltheater Brünn, bevor er mit seiner Karriere in Deutschland regelrecht durchstartete: Einen starken Eindruck hinterließ er sowohl in vier Jahren am Ballett Kiel als auch in drei Spielzeiten am Ballett Augsburg – in beiden Companies wurde er mit dem Preis der örtlichen Theaterfreunde ausgezeichnet. Inzwischen reicht Shoris umfangreiches Repertoire von klassisch (Mercutio, Rotbart, Prinz Siegfried) bis zeitgenössisch, mit Werken bekannter Choreographen wie Trey McIntyre, Cayetano Soto oder Ricardo Fernando. Seit Herbst 2020 tanzt er bei Gauthier Dance.

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