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zur Startseite (ecotopia dance productions: Repertoire Grupo Corpo - Gira)

GRUPO CORPO

REPERTOIRE

CHOREOGRAPHIERODRIGO PEDERNEIRAS
MUSIKMETÁ METÁ
BÜHNEPAULO PEDERNEIRAS
LICHTPAULO PEDERNEIRAS & GABRIEL PEDERNEIRAS
KOSTÜMEFREUSA ZECHMEISTER
URAUFFÜHRUNGAUGUST 2017, TEATRO ALFA, SAO PAULO
DAUER DER VORSTELLUNG 40 MIN

GIRA
Die Riten der 'Umbanda' - eine der am weitesten verbreiteten Religionen Brasiliens, die aus einer Kombination von 'Candomblé' mit Katholizismus und Kardecismus entstanden ist - dienen als große Inspirationsquelle für die ästhetische Szenengestaltung von Gira.

Exu', der menschlichste der 'Orixás' - ohne den in Religionen afrikanischen Ursprungs das Ritual einfach nicht stattfinden kann - ist das wichtigste poetische Bild, das die elf musikalischen Themen evoziert, die Metá Metá speziell für Gira geschaffen hat.

In erster Linie mussten die künstlerischen Schöpfer von Grupo Corpo in das Universum der afro-brasilianischen Religionen eintauchen, um das von Metá Metá vorgeschlagene Thema vorzubereiten. Die Performance ist jedoch weit davon entfernt, eine mimetische Darstellung dieser synkretistischen Rituale zu sein. Stattdessen re(konstruiert) der Choreograph Rodrigo Pederneiras das kraftvolle Lexikon der Gesten und Bewegungen, auf das er zugriff, als er Riten des 'Camdomblé' sowie der 'Umbanda', insbesondere der 'Exu'-Zeremonien (giras de Exu), erlebte.
Paulo Pederneiras konzipierte das Bühnenbild als Installation bzw. Nicht-Setting, in dem er die Körper der Tänzer abseits der Bühne mit dem gleichen schwarzen Tüll wie die drei Wände der Black Box überzieht, sie in den Äther verwandelt und so eine unheimliche Atmosphäre der Unendlichkeit schafft.
Was die Kostüme betrifft, so wählt Freusa Zechmeister für die gesamte Besetzung, sowohl für die weiblichen als auch für die männlichen Tänzer, die gleiche Sprache: nackter Oberkörper und die untere Körperhälfte in weißen Röcken aus primitivem Schnitt und rohem Leinen.

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