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ecotopia dance productions: Biographien Ballett Zürich
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BALLETT ZüRICH

BIOGRAPHIEN

Die grösste professionelle Ballettcompagnie der Schweiz wird seit der Saison 2012/13 von Christian Spuck geleitet. Beheimatet am Opernhaus Zürich, bestreitet das 36 Tänzerinnen und Tänzer umfassende Ensemble mit seinen Produktionen nicht nur einen wesentlichen Teil des Opernhaus-Spielplans, sondern wird regelmässig auch auf internationalen Gastspielen gefeiert.

Hervorgegangen aus dem einstigen Ballett des Stadttheaters Zürich, wurde die Compagnie von ihren Direktoren Nicholas Beriozoff, Patricia Neary, Uwe Scholz und Bernd Bienert geprägt. Der Schweizer Choreograf Heinz Spoerli, Ballettdirektor von 1996 bis 2012, etablierte die Compagnie innerhalb weniger Jahre unter den führenden europäischen Ballettformationen.

Unter Leitung des deutschen Choreografen Christian Spuck pflegt die Compagnie die gewachsenen Traditionen des Ensembles und setzt neue künstlerische Akzente. Mit neuen choreografischen Mitteln wird die traditionsreiche Form des Handlungsballetts weiterentwickelt. Ausserdem widmen sich die Tänzerinnen und Tänzer dem zeitgenössisch-abstrakten Tanz. International renommierte Choreografen wie William Forsythe, Paul Lightfoot, Sol León,Douglas Lee, Stephan Thoss und Edward Clug arbeiten in Zürich und garantieren eine stilistische Vielfalt des choreografischen Repertoires. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Pflege des choreografischen Erbes von Heinz Spoerli, dessen Ballette weiterhin zum Repertoire des Balletts Zürich gehören. Künstlerische Eigenverantwortung übernehmen die Mitglieder des Ensembles in der Reihe „Junge Choreografen“.

Als Einrichtung zur Förderung des tänzerischen Nachwuchses wurde 2001 das Junior Ballett ins Leben gerufen. Vierzehn junge Tänzerinnen und Tänzer aus aller Welt erhalten hier die Möglichkeit des betreuten Übergangs vom Ende ihrer Berufsausbildung bis zum Eintritt ins volle Berufsleben. Im Rahmen eines nicht länger als zwei Jahre währenden Engagements trainieren sie gemeinsam mit den Mitgliedern des Balletts Zürich, tanzen mit ihnen in ausgewählten Vorstellungen des Repertoires sowie jede Saison in einem eigens für sie zusammengestellten Ballettabend. So sammeln sie die für eine Tänzerlaufbahn nötige Bühnenerfahrung.

Begleitet werden die Vorstellungen des Balletts Zürich von einem umfassenden Rahmenprogramm mit Matineen vor den Ballettpremieren, Stück-Einführungen vor den Vorstellungen, regelmässig stattfindenden Ballettgesprächen und einer Vielzahl spezieller Kinder-, Jugend- und Schulprojekte.


Als Choreograf fasziniert es mich immer wieder, wie viel man mit einer abstrakten, erfundenen Bewegung erzählen kann. Auch wenn Bewegungen immer flüchtig sind und bereits im Moment ihres Entstehens wieder vergehen, vermitteln sie Sinnlichkeit und rühren uns an. Das ist eine Erfahrung, die ich mit Ihnen, liebes Publikum, sehr gern teilen möchte. Für mich schliesst dabei das sinnliche Erlebnis die intellektuelle Herausforderung ein. Ich fühle mich sehr geehrt, dass ich hier in Zürich zum ersten Mal mit einem eigenen Ensemble arbeiten darf und mir eine so grossartige Kompanie wie das Ballett Zürich anvertraut wird. Ich stehe mit meiner ganzen künstlerischen Leidenschaft dafür ein, die gewachsenen Traditionen dieses renommierten Ensembles weiter zu pflegen und gleichzeitig neue kreative Impulse zu setzen. Ich bin überzeugt davon, dass man seine choreografischen Visionen nur im kreativen Dialog mit den Tänzern realisieren kann, unter gleichberechtigten Künstlern, in gegenseitiger Inspiration. So möchte ich die traditionsreiche Form des Handlungsballetts weiterentwickeln und beleben. Ich versuche, bekannte und unbekannte Geschichten mit neuen choreografischen Mitteln zu erzählen und sie gleichzeitig in den Kontext der klassischen Ballett-Tradition zu stellen. In unserer ersten Saison wird der Spielplan von grossen Liebesgeschichten bestimmt: Sie werden meine Auseinandersetzung mit Shakespeares Romeo und Julia und der grandiosen Musik von Sergej Prokofjew sowie das satirisch-witzige Ballett Leonce und Lena nach dem gleichnamigen Lustspiel von Georg Büchner erleben. Für eine Ballettkompanie mit internationalem Renommee ist es wichtig, unterschiedliche choreografische Handschriften kennenzulernen und dem Publikum ein Repertoire mit stilistischer Vielfalt anzubieten. Das ist eine Leitlinie unserer Spielplangestaltung. So ist es uns für den zweiten Ballettabend der Saison gelungen, vier international gefeierte Choreografen nach Zürich einzuladen, die dem zeitgenössischen Tanz verpflichtet sind. Es sind William Forsythe, der die Ballettgeschichte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wesentlich beeinflusst hat, Paul Lightfoot und Sol León, die für modernen Tanz aus den Niederlanden stehen und Edward Clug, der das Ballettensemble des Slowenischen Nationaltheaters leitet und als eine der grossen choreografischen Entdeckungen unserer Zeit gilt. Mit Pjotr Tschaikowskis Schwanensee in der Choreografie von Heinz Spoerli kehrt das berühmteste aller klassischen Ballette auf die Bühne der Opernhauses Zürich zurück. Ich bin sehr froh darüber, dass einige der schönsten Arbeiten von Heinz Spoerli, der das künstlerische Profil des Balletts Zürich in den vergangenen Jahren so entscheidend geprägt hat, auch in Zukunft zu unserem Repertoire gehören. Meine besondere Aufmerksamkeit gilt dem tänzerischen und choreografischen Nachwuchs. Ich habe mir vorgenommen, das künstlerische Profil des Junior Balletts zu schärfen. Die Mitglieder werden ihr Ausnahmetalent in einem eigens für sie konzipierten dreiteiligen Abend unter Beweis stellen. Und die neue Reihe Junge Choreografen gibt unseren Ensemblemitgliedern die Möglichkeit, einen Ballettabend in künstlerischer Eigenverantwortung zu kreieren und öffentlich zu präsentieren. Vor allem aber liegt mir an einem engen und vertrauensvollen Kontakt zu Ihnen, verehrtes Publikum. Mit Matineen vor den Ballett-Premieren, Stückeinführungen vor den Vorstellungen, regelmässig stattfindenden Ballettgesprächen und Jugend- und Schulprojekten, die Blicke hinter die Kulissen des Balletts Zürich gewähren, möchten wir Ihre Ballett-Begeisterung wecken und vertiefen. Ich lade Sie herzlich ein zu vielfältigen Entdeckungsreisen in die Welt des Tanzes und zu inspirierenden und hoffentlich bewegenden Ballettbegegnungen.
Ihr
Christian Spuck

ecotopia dance productions: Biographien Ballett Zürich Christian Spuck stammt aus Marburg und erhielt seine Ausbildung an der John Cranko Schule in Stuttgart. Als Tän- zer arbeitete er mit Jan Lauwers’ Needcompany und mit Anne Teresa de Keersmakers Ensemble ROSAS. 1995 wurde Christian Spuck Mitglied des Stuttgarter Balletts. Für die Reihe „Junge Choreografen“ der Stuttgarter Noverre-Ge- sellschaft erarbeitete Christian Spuck 1996 seine erste eigene Choreografie, den Pas de deux Duo/Towards The Night, der kurz darauf ins Repertoire des Stuttgarter Balletts und der Deutschen Oper Berlin aufgenommen wurde. 1998 folgte seine erste Uraufführung beim Stuttgarter Ballett: Passacaglia. 2001 wurde Christian Spuck zum Hauschoreo- grafen des Ensembles ernannt. Seit 1998 hat er 15 Uraufführungen für die Kompanie choreografiert, darunter drei abendfüllende Handlungsballette. Seine hohe Musikalität, sein souveräner Umgang mit dem Raum, seine stilsichere Inszenierungskunst und seine Fähigkeit, mit grossen Besetzungen zu arbeiten, verlangen geradezu nach dem erzählen- den, abendfüllenden Format. Sein erstes grosses Handlungsballett schuf Spuck ebenfalls für das Stuttgarter Ballett: Lulu. Eine Monstretragödie nach dem Schauspiel von Frank Wedekind wurde 2003 uraufgeführt. Mit diesem Werk gelang es ihm, die grosse Tradition des neu geschaffenen Handlungsballetts, die John Cranko beim Stuttgarter Ballett begründet hatte, innovativ und zeitgemäss fortzuschreiben.
2006 wurde Spuck für eine Spielzeit zum Resident Choreographer der Kompanie Hubbard Street Dance 2 Chicago ernannt und erhielt den Deutschen Tanzpreis „Zukunft“ für Choreografie. Im selben Jahr kam Der Sandmann nach der gleichnamigen Erzählung von E.T.A. Hoffmann im Stuttgarter Opernhaus zur Uraufführung. Nach Lulu. Eine Monstretragödie und Die Kinder (2004, Aalto Ballett Theater Essen), das 2005 für den „Prix Benois de la Danse“ no- miniert wurde, war es Spucks drittes abendfüllendes Handlungsballett.
2007 folgte im Theaterhaus Stuttgart die Uraufführung von Don Q. Eine nicht immer getanzte Revue über den Verlust der Wirklichkeit. Seit 1999 hat der Choreograf Uraufführungen für eine Reihe renommierter Ballettkompanien in Europa und den USA geschaffen, darunter Morphing Games für das Aterballetto (1999), Adagio für Tänzer des New York City Ballet (2000), this- für das Ballett der Staatsoper Berlin (2003), The Restless (2005) für Hubbard Street Dance 2 Chicago und The Return of Ulysses (2006) für das Königliche Ballett Flandern (Gastspiel beim Edinburgh International Festival 2009).
Seit 2005 tritt Christian Spuck auch im Bereich Film und Musiktheater in Erscheinung: Am Theater Heidelberg insze- nierte er 2005 erstmals eine Oper: Berenice von Johannes Maria Staud. Marcia Haydée als Penelope, ein 25-minütiger Tanzfilm mit Marcia Haydée und Robert Tewsley, wurde 2006 von ARTE ausgestrahlt. 2009 führte er bei Glucks Orphée et Euridice, einer Koproduktion der Staatsoper Stuttgart und des Stuttgarter Balletts, Regie und zeichnete auch für die Choreografie verantwortlich. 2010 inszenierte er Verdis Falstaff am Staatstheater Wiesbaden. Die 2008 beim Aalto Ballett Theater in Essen uraufgeführte Ballettproduktion Leonce und Lena nach Georg Büchner wurde in der Spielzeit 2009/10 auch ins Repertoire der Grands Ballet Canadiens de Montreal übernommen und ist seit voriger Saison auch erfolgreich im Repertoire des Stuttgarter Balletts vertreten.
Seine Uraufführung von Poppea//Poppea für Gauthier Dance am Theaterhaus Stuttgart wurde von der Zeitschrift „Dance Europe“ zu den zehn erfolgreichsten Tanzproduktionen weltweit im Jahr 2010 gewählt und gewann den deutschen Theaterpreis „Der Faust 2011“. Jüngste Projekte waren Woyzeck für das Norwegische Nationalballett Oslo (2011) und die Uraufführung Das Fräulein von S. beim Stuttgarter Ballett (2012).
Seit der Spielzeit 2012/2013 ist Christian Spuck Ballettdirektor des Ballett Zürich und schuf Romeo und Julia als erste Choreographie für seine Compagnie.

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