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FONDAZIONE NAZIONALE DELLA DANZA / ATERBALLETTO

PRESSESTIMMEN

IM RAUSCH DER BEWEGUNG
Am Ende der gut einstündigen 'SERENATA' riess es die Zuschauer im ausverkauften Bonner Opernhaus von den Sitzen. Das fulminante italienische Abendständchen begeisterte durch tänzerische Vitalität, Tempo und Witz ebenso wie durch die Live Musik der Gruppe Assurd.
General-Anzeiger, Bonn 19.2.2009

BEGEISTERUNGSSTÜRME FÜR JUNGE ITALIENISCHE TANZ-COMPAGNIE
Der von Aterballetto und Grupo Musicale Assurd gemeinsam gestaltete zweite Teil des Abends mit dem Titel CANTATA, führt mitten hinein ins einfache, laute, pralle Leben des italienischen Südens mit den bescheidenen Freuden und lärmenden Festen seiner ländlichen Bevölkerung. Die vier ausgezeichnet aufeinander abgestimmten Musikerinnen sorgen mit Tammorra, Harmonika, Tamburello und Kastagnetten, mit sprechender Körpersprache und gutturalen Stimmen für originale, traditionelle Musik, wie sie bis heute in Umbrien, Kalabrien oder in der Basilika zu hören ist. Die fest in das Aterballetto integrierten Protagonisten mischen sich mitten unter die Tänzer, die zugleich Mitspieler wie anfeuernde Zuschauer, die den Geschehensablauf beeinflussen und kommentieren: Der Dorfplatz wird zur Bühne: Ein Spektaculum par excellence! Ein Gesamtkunswerk von überbordender, atemberaubender Vitalität und Spannung, wie man es auf dieser Bühne lange nicht zu sehen bekam.

Charakteristisch für Mauro Bigonzettis Bewegungssprache ist der Wechsel zwischen lang gehaltenen Posen, in denen die Tänzer zu skulpturalen Tableaus erstarren, und deren explosionsartiger Auslösung: Bigonzetti verdreht die Körper und läßt sie mit angewinkelten Beinen, geflexten Füßen und sonstigen Spitzfindigkeiten über die Bühne schießen.
Mit ihren alten süditalienischen Liedern geben die Vokalartistinnen den Ton an und verbreiten eine überaus sinnliche Stimmung. Zwanglos mischen sie sich unter die Tänzer, die, wenn sie gerade nicht tanzen, entspannt am Rand auf dem Boden sitzen, als säßen sie auf einem Marktplatz und schauten den Passanten zu.
Bigonzetti führt das Ensemble zu einem fulminanten Ende in zwei Reihen zusammen. Das hat Tempo und ist in seiner Einfachheit umso wirkungsvoller.
Frankfurter Allgemeine Zeitung 7.5.2004

KALEIDOSKOP DER SCHÖNHEITEN
Vier Musikerinnen spielen auf zum Tanz, mit traditionellen Melodien aus Neapel und dem ländlichen Süditalien, mit Akkordeon, Tamburin und Kastagnetten. Dazu tanzt das Aterballetto kleine Alltagsgeschichten und verbindet dabei in hohem Tempo Volkstanzelemente mit solchen des modernen Tanzes, angereichert mit ein paar Sequenzen Tanztheater, Ganz zur Freude des Publikums.
Frankfurter Rundschau 5.5.2004

EKSTATISCHE BOTSCHAFTER DES TANZES
Wie hochartifiziell und doch authentisch ein jugendlicher Gruppen-Balztanz gelingen kann, wie zwei Freundinnen über Geschnatter in geradezu archaischen Taumel geraten können - hier erlebt man es in einer Intensität, die auch auf das Publikum im Großen Haus übergriff. Dazu noch die herrlichen Gesänge von Assurd, die mit vier Frauenstimmen einen Bereich vom hohen kehligen Sopran bis zum kernigen Bariton der Badoneonspielerin eine Riesenbandbreite abdecken: Eine echte Bereicherung der Maifestspiele und ein hervorragender künstlerischer Botschafter noch dazu.
Wiesbadener Kurier 5.5.2004

FAST ANTIKER TAUMEL BIS ZUR RASEREI
Aggressiv und lustvoll verwandelt der Choreograph Mauro Bigonzetti das ewige Thema Liebe und Eifersucht im Tanzspiel 'Cantata' zum mitreißenden Gesamtkunstwerk aus gesang, Volksmusik, Tanz, Körpertheater und sogar einer kleinen Sprechszene. Die Musikgruppe Assurd ist integriert ins Tanzensemble wie die zuschauer auf der piazza, sie peitscht mit guturalem Gesang, mit Tamburin, Kastagnetten und Akkordeon die Emotionen der tanzenden hoch bis zur Raserei. Da toben sich die Frauen in orgastischem Tanz aus wie die Mänaden der Antike. Die Mähnen flattern, die Glieder zucken, der uralte Taumel der bacchantischen Besessenheit, der in der mediterranen Landschaft entstand, ist nah. Diese spannende rückhaltlose Tanzexplosion wurde mit Ovationen belohnt.
Wiesbadener Tagblatt 5.5.2004

AKROBATISCHE KÖRPERSKULPTUREN
(…) Bigonzetti setzt auf Intensität und Körperlichkeit und arbeitet mit starken Kontrasten. Einer Hochspannung aus der Körpermitte heraus stehen betont periphere, ungestüme Impulse gegenüber, schnellen hektischen Ausbrüchen Bewegungen in Zeitlupe oder Stillstand und einer ins Extrem erweiterten Extension ein Zusammenklappen oder Erschlaffen. Grosse Linien werden plötzlich mehrfach gebrochen oder langsam in Verrenkungen überführt. Immer wieder verknäueln sich die einzelnen Tänzerinnen und Tänzer zu Körperskulpturen oder werfen sich gegeneinander.
(…) Ob staccato oder im durchgehenden Fluss – alle Bewegungen wirken wie von einer unwiderstehlichen Dynamik angetrieben, bersten fast vor Energie. Und das ganze Ensemble tanzt mit aussergewöhnlicher Intensität, Kraft und Dramatik. Das akrobatische Zusammenspiel mit seinen wilden Kraftübertragungen, riskanten Gewichtsverlagerungen und multiplen Schwerpunktverschiebungen funktioniert perfekt.
(…) In „Cantata“ stimmt Bigonzettis Choreografie grossartig zu den traditionellen Liedern und Tanzrhythmen aus Italiens Süden, wie sie von der Musikgruppe Assurd dargeboten werden. Das Werk war hierzulande schon 2004 im Rahmen des „Steps“-Festivals zu sehen. Damals trat Assurd live auf. Aber auch ab Band reist ihr Musizieren mit und treibt die zwanzig Tänzerinnen und Tänzer der Compagnia Aterballetto zu überwältigendem Tanzen ein.
(…) In den abwechslungsreich inszenierten Gruppentänzen, den kämpferischen oder leidenschaftlichen Paarszenen und den eigenwilligen Soli äussert sich eine überbordende Vitalität und Expressivität. Bigonzetti benutzt Beobachtungen aus dem Alltag, hitzige Wortgefechte und typische Gestik nur als Ausgangspunkt zu einem raffiniert stilisierten Bewegungsausdruck, der mit eigenen Kunstmitteln das Lebensgefühl der Musik vergegenwärtigt.
(…) Das Erlebnis von spontanem, elementarem Tanz vermittelt er durch hochartifizielle Gestaltung. Und den Eindruck eines grandiosen Tanzfestes erreicht er mit einem ausgeklügelten Wechsel von stillen Momenten und Steigerungen, von formaler Strenge und ekstatischem Wirbel. „Cantata“ feiert die Tanzlust mit einem jubelnden Finale. Das zunächst etwas reservierte Publikum ging gegeistert mit.
Ursula Pellaton, Der Landbote, 25. November 2006

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