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FONDAZIONE NAZIONALE DELLA DANZA / ATERBALLETTO

PRESSESTIMMEN

ATERBALLETTO BRENNT TANZFEUERWERK AB
(…) Zärtlichkeit, Verspieltheit, Leidenschaft und Aggression, Spitzentanz und Akrobatik – keine Emotion und keine Tachnik hat das Aterballetto aus Reggio Emilia bei seinem virtuos getanzten Gastspiel im Graf-Zeppelin-Haus ausgelassen.
(…) Ungewöhnliche Bilder ergeben sich eingangs, wenn das 17-köpfige Ensemble im Dunkeln vor einer kaum zu ahnenden großen Weltkugel steht, wenn jeder tastend mit einem Licht am erhobenen Arm entlang, über Gesicht und Brust wandert. Wie Opfergöttinnen muten die Frauen an, rituell der Tanz. Vor der wechselnd belueuchteten Kugel evozieren die Tänzer Etappen der Schöpfungsgeschichte. Am Boden kriechend, sich aufrichtend, mit weit ausladenden Schwimm- oder Flugbewegungen entwickeln sie kreatürliche Lebensformen, erinnern ebenso an den Gang eines Neandertalers wie klassische Skulpturen. Sie fügen sich zusammen zu einer brodelnden „Ursuppe“, zu einem Haufen Gewürm, um wieder in klassischen Zweier- oder Dreiergruppen geschmeidig, kraftvoll und dynamisch zu tanzen. Fast wird das Auge müde, den ständig zu wandelnden Bildern zu folgen.
Christel Voith, Schwäbische Zeitung, 30 November 2006

IM KOSMOS BRICHT DIE DÄMMERUNG AN
(…) Die italienische Compagnie „Aterballetto“ inszeniert zum Auftakt ihres Gastspiels im GZH eine kosmische Vision, die derjenigen in Stanley Kubricks Film „2001“ in nicht nachsteht – nur mit dem Unterschied, dass die Musik, die Mauro Bigonzettis Choreographie „Omaggio a Bach“ hierzu verwendet, nicht von Ligeti und Strauss stammt, sondern von Johann Sebastian Bach. Und wo bei Kubrick die Planeten selbst es sind, die tanzen, übernehmen diesen Part bei Aterballetto freilich die Mitglieder der Compagnie.
Die Compagnie tanzt mit dem Licht und sie tanzt durch seine Wirkung. Licht wird zur schöpferischen Kraft, zum Bildhauer, es modelliert jeden Muskelstrang der bis zu 18 Tänzer. Unter seinem Bann wirken sie wie mit Blattgold überzogene Skulpturen, zu wogendem Leben erweckte Kunstwerke aus der Epoche des Barock, die eben diejenige Johann Sebastian Bachs war.
Harald Ruppert, Südkurier 30. November 2006

GETANZTER AUGENSCHMAUS MIT PFIFF
(…) Zwei außergewöhnliche Komponisten hat sich Choreograf Mauro Bigonzetti ausgesucht: Bach und Rossini. Und er lässt das 19-köpfige Ensemble, das als das bemerkenswerteste in ganz Italien gilt, nach seiner unverwechselbaren Handschrift und mit typischer Bewegungssprache – immer wieder abgehackte schnelle Gestik und Schritte – durch die unterschiedlichen Szenen tanzen.
(…) Der Charakter der Bach’schen Musik wird bestens umgesetzt: besonders die sich wiederholenden Bewegungsabläufe, die wie eine Wellenbewegung durch die Körper der Tänzer laufen, harmonisieren mit der nahezu geometrischen Perfektion des musikalischen Werks.
Gabriele Hauger, Oberbadisches Volksblatt, 28. November 2006

SCHÖNHEIT IST HIER NIE GLASKLAR UND GLATT
(…) Was, wenn nicht das Medium Tanz wäre besser geeignet, ein vollständig sich selbst tragendes Universum abzubilden? Zu Sternen darin verwandelt Mauro Bigonzetti die Tänzer in seiner „Hommage á Bach“. Eingangs beleuchten sie sich noch spärlich selbst. Der nach der Pause anschließende lockere Bilderbogen nach Motiven Gioachino Rossinis mischte fröhlich stärker am Boden Haftendes bei. Auf dem schmalen Grad zwischen äußerster Reduktion und dem bildhaft Spielerischen italienischer Bühnenwelten wandelte die Compagnia Aterbaletto am Sonntag im Burghof.
Was sich selbst trägt, muss deshalb nicht notwendig schweben, das Universum des eigenen Körpers nur vielleicht etwas fester im Griff haben. Unter anderem Auszüge aus Bachs Goldberg Variationen und seiner Johannes Passion hat sich die Truppe aus dem norditalienischen Reggio Emilia gewählt, um sie, erweitert durch Bilder aus Dantes „Göttlicher Komödie“, in wirbelnd fließende Bewegung zu bringen.
Annette Mahro, Badische Zeitung, 28. November 2006

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