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HESSISCHES STAATSBALLETT

BIOGRAPHIEN

Innovativ International Interdisziplinär

Das Hessische Staatsballett (HSB) ist die Tanzkompanie der beiden Staatstheater in Wiesbaden und Darmstadt. Seit seiner Gründung im Jahr 2014 begeistert das 28-köpfige Ensemble die Tanzszene mit zeitgenössischen Positionen und klassischem Repertoire auf Spitzenniveau.
Zur Spielzeit 2020/21 übernahm Bruno Heynderickx die Direktion von Tim Plegge, der fortan als Hauschoreograf mindestens eine Ballettproduktion pro Spielzeit kreieren wird.

Neben den mitreißenden Handlungsballetten Plegges stehen Kreationen von weltweit führenden zeitgenössischen Gastchoreograf*innen wie Bryan Arias, Edward Clug, Alexander Ekman, Sharon Eyal, Marco Goecke, Damien Jalet, Ohad Naharin, Crystal Pite oder Hofesh Shechter. Das einmalige Prinzip, eine feste choreografische Handschrift mit wechselnden Gastchoreografien zu verbinden, bietet sowohl für das Ensemble als auch das Publikum die einmalige Gelegenheit, verschiedene Formen und Ästhetiken des Tanzes in einer kaleidoskopischen Bandbreite zu erfahren.

Über den eigenen Produktionsbetrieb hinaus baut das HSB mit dem Format „Das Hessische Staatsballett lädt ein“ darüber hinaus auf einem vielfältigen Gastspielprogramm auf, das pro Spielzeit Choreograf*innen und Kompanien aus aller Welt nach Wiesbaden und Darmstadt einlädt.

Seit dem Jahr 2015 besteht mit der Tanzplattform Rhein-Main zudem ein deutschlandweit einmaliges Kooperationsprojekt mit dem Frankfurter Künstlerhaus Mousonturm. In diesem Zusammenschluss zwischen einem Staatsballett mit seinen zwei Staatstheatern und einem internationalen Produktionshaus wird alljährlich im Herbst das zweiwöchige Tanzfestival Rhein-Main initiiert, zu dem Choreografien aus der ganzen Welt eingeladen werden.

Das HSB selbst gastierte mehrfach auf in- und ausländischen Bühnen, darunter in Ludwigsburg, Innsbruck, Santander, Pamplona, Valladolid und Belgrad. Künstlerresidenzen für Nachwuchschoreograf*innen und ein breites Spektrum an Tanzvermittlungsformaten runden das Profil der „Zweistädte-Kompanie“ ab, die mit ihren interinstitutionellen Partnerschaften, ästhetischen Stilpluralismen und Ensemblemitgliedern aus vielen Nationen Tanz als lebendiges Netzwerk künstlerischen und gesellschaftlichen Ausdrucks lebt.

ecotopia dance productions: Biographien Hessisches Staatsballett Bruno Heynderickx
Ballettdirektor

Mit dem Abschluss am Stedelijk Instituut voor Ballet, Antwerpen im Jahre 1986 begann Bruno Heynderickx eine internationale Karriere. Er tanzte für einige der namhaftesten Tanzkompanien Europas: Scapino Ballet, Ballet du Nord, Euroballet, Ballet du Grand Théâtre de Genève, Rui Horta Stage Works u.a. mit einem Repertoire von den Klassikern bis zu zeitgenössischsten Werken. Darüber hinaus schuf er eigene Werke an der Seite von Amanda Miller, Nils Christe, Ed Wubbe und Thierry Malandin. 1998 traf Heynderickx den portugiesischen Tanzschaffenden Rui Horta. Er tanzte in vielen seiner Produktionen, wurde sein künstlerischer Assistent und studierte dessen Werke mit anderen Kompanien ein. Parallel arbeitete er als Gastlehrer für viele europäische Kompanien. Im Jahr 2000 unterstützte er Rui Horta beim Aufbau des multidisziplinären Kunst- und Residenzen-Zentrums O Espaço do Tempo als Verantwortlicher für Öffentlichkeitsarbeit sowie als Tour-Manager. Unter der Leitung von Horta war Heynderickx Koordinator des ECL COLINA, des großen europäischen interdisziplinären Forschungsprojekts in Zusammenarbeit mit Dance City Newcastle, Tanzhaus NRW Düsseldorf, Kanuti Gildi Saal Tallinn, GRAN teater for Dans Aarhus, O Espaço do Tempo und Théâtre les Bernardines Marseille. 2005 gründete Heynderickx die internationale Produktions-Agentur CAMPAI vzw. für zeitgenössischen Tanz und Theater mit Sitz in Belgien. Von 2008 bis 2014 war Heynderickx Künstlerischer Direktor der zeitgenössischen norwegischen Tanzkompanie Carte Blanche. Im Anschluss daran wurde er Kurator des Hessischen Staatsballetts und seit der Spielzeit 2020/21 dessen Ballettdirektor.